Rapid geriet am Mittwochabend im Cup zu Gast bei Red Bull Salzburg unter die Räder. Die Hütteldorfer verloren das Achtelfinale mit 2:6. Schon nach 23 Minuten waren die Mozartstädter mit 3:0 in Führung, schalteten dann einen Gang zurück, zogen das Tempo immer nur an, wenn Rapid zwischenzeitlich verkürzte.
Rapid-Trainer Didi Kühbauer will den Grund für die Niederlage kennen: "Erste Halbzeit haben sieben Minuten gereicht. Da haben wir uns dermaßen schlecht verhalten, das 0:3 kassiert. Wir schaffen es momentan nicht ohne Fehler, haben billige Tore gekriegt." Sieben Minuten, so der Coach, hätten den Bullen gereicht. Zwischen der 16. und der 23. Minute trafen Dominik Szoboszlai, Mergim Berisha und Sekou Koita. "Dann reicht bei uns derzeit die Kraft nicht."
Kühbauer weiter: "Man weiß genau, dass Salzburg offensiv Qualitäten hat. Wir waren blauäugig, haben den Kopf nach dem 0:1 verloren und Salzburg nützt das eiskalt aus. Wir müssen uns leider vom Cup verabschieden. Salzburg hat wieder einmal gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft sind."
Das zeigte der österreichische Meister tatsächlich eindrucksvoll. Allerdings nicht nur in den von Kühbauer angesprochenen sieben Minuten. Das Team von Coach Jesse Marsch demonstrierte absolute Kontrolle. Die Bullen spielten sich mit dem Tempo. Wurde ihnen Rapid zu aktiv oder gar gefährlich, erhöhten die Gastgeber den Takt, so machte es den Anschein.
Taxi Fountas verkürzte mit dem Pausenpfiff per Elfmeter auf 1:3. Red Bull hatte sich davor rund zehn Minuten eine kreative Auszeit gegönnt. Nach dem Seitenwechsel drängten sie Rapid dann wieder tief nach hinten. Als das Spiel wieder unter Kontrolle war, löste Salzburg den Griff wieder etwas. Das Spiel plätscherte dahin.
Patson Daka erzielte das vorentscheidende 4:1 (74.). Weil Maximilian Ullmann in der 78. Minute mit einem sehenswerten Weitschuss auf 2:4 stellte, brachte Marsch mit Luka Sucic (18) und Noah Okafor frische Kräfte. Salzburg überrannte die Hütteldorfer abermals und erstickte so jegliche Hoffnung auf eine spannende Schlussphase im Keim.
Maxi Hofmann flog mit Gelb-Rot vom Platz. Mohamed Camara verwertete den folgenden Elfmeter (83.). Rasmus Kristensen sorgte für den Endstand (87.). "Blauäugigkeit" war nicht das einzige Problem der Gäste, das 2:6 nicht die höchste Niederlage gegen die Bullen in diesem Jahr. Zur Erinnerung: Am 24. Juni war Rapid daheim in der Liga mit 2:7 untergegangen.