Künstler Helnwein führte Wiener durch sein Schloss

Charity-Organisator Dominik Frey (love2care), Künstler Helnwein, Armin Mösinger (SONNE-International) und Gewinner Thomas Kienberger.
Charity-Organisator Dominik Frey (love2care), Künstler Helnwein, Armin Mösinger (SONNE-International) und Gewinner Thomas Kienberger.Armin Mösinger
Im Rahmen einer Charity-Aktion öffnete Künstler Gottfried Helnwein sein Zuhause und sammelte so mehr als 22.000 Euro für einen Schulbau.

Gemeinsam mit der heimischen Hilfsorganisation SONNE-International hat Gottfried Helnwein Spenden für den Bau einer Schule in Nordindien gesammelt – "Heute" berichtete. Mehr als 22.000 Euro konnten im Rahmen der von love2care organisierten Spenden-Tombola eingenommen werden. Schon ab 10 Euro konnte gespendet werden. Als Hauptpreis winkte etwas ganz besonderes: Helnwein lud nämlich auf sein Schloss in Irland ein.

Ende Juni wurden die Gewinner der Reise ermittelt: Thomas Kienberger aus Wien durfte mit einer Begleitung im August zu Helnwein nach Dublin reisen. Das Ehepaar Helnwein führte persönlich durch das Schloss, das Künstler-Atelier sowie die Privatbibliothek. Im mystischen Ambiente gab es anschließend ein mehrgängiges Mittagessen.

Armin Mösinger von der heimischen Hilfsorganisation SONNE-International stellte das geplante Schulprojekt in Indien nochmals vor und war überglücklich, dass "die Verlosung auf so großes Interesse gestoßen ist, so dass das erhoffte Finanzierungsziel sogar übertroffen wurde." Auch Gewinner Kienberger war begeistert: "Wir wurden von Helnweins mit einer herzlichen Gastfreundschaft empfangen, die ihresgleichen sucht!"

Selbstverteidigungskurse und Unterricht für Kinder

Die geplante neue Schule will die Hilfsorganisation in dem entlegenen Dorf Kenari in der Nähe von Bodhgaya in Nordindien errichten. Künftig können dort 100 Kinder unterrichtet werden die bis jetzt noch keine Möglichkeit haben eine Schule zu besuchen. Neben schulischem Unterricht und Gesundheitsvorsorge sind auch Selbstverteidigungskurse in Karate geplant. Bildung und Selbstverteidigung soll jungen Mädchen einerseits ermöglichen, ihre Position innerhalb der Gesellschaft zu festigen und andererseits eine Prävention gegen gewaltsame sexuelle Übergriffe sein.

"Bildung ist das Wichtigste, aber alle Mädchen müssen auch im Stande sein, sich zu wehren. Die Erziehung muss sich darauf konzentrieren, dass in Schulen nicht nur Turnen, sondern auch Kampfsport für Mädchen als Schulfach angeboten wird. Und das nicht nur in Indien, sondern weltweit", so Helnwein im Gespräch mit "Heute".

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