Karl Bockerer ist wieder da! Das Theater Scala holt das bekannte österreichische Volksstück "Der Bockerer" zurück auf die Bühne. Die Wiederaufnahme startet am Freitag, 11. September 2026, gespielt wird bis 19. September jeweils von Dienstag bis Samstag.
Die Geschichte führt mitten ins Wien des Jahres 1938. Fleischhauer Karl Bockerer wacht am 20. April an seinem Geburtstag auf – und muss feststellen, dass seine Frau Binerl nicht ihn, sondern "Führers Geburtstag" feiert.
Auch seine gewohnte Tarockrunde gerät plötzlich ins Wanken: Mit seinem Freund, dem jüdischen Arzt Dr. Rosenblatt, soll Bockerer künftig nicht mehr spielen. Während sich die Welt um ihn dramatisch verändert, stemmt sich der Wiener Fleischhauer auf seine ganz eigene Art gegen den Zeitgeist.
Das Stück von Ulrich Becher und Peter Preses zählt zu den bekanntesten politischen Volksstücken Österreichs. Dabei will "Der Bockerer" keine historische Dokumentation über das Verhalten der Österreicher während der NS-Zeit sein.
Im Mittelpunkt steht vielmehr ein bewusst überzeichneter Wiener Archetyp: einer, der sagt, was er denkt, und sich seine Menschlichkeit bewahrt, während um ihn herum Schlechtigkeit und Chaos immer größer werden. Die Autoren selbst bezeichneten ihr Werk als "tragische Posse".
Für die Wiederaufnahme bringt Regisseur Bruno Max ein großes Ensemble auf die Bühne. Georg Kusztrich übernimmt die Rolle des Bockerer. Außerdem spielen unter anderem Vanja Fuchs, Christina Saginth, Eva-Maria Scholz, Birgit Wolf, Stephan Bartunek, Randolf Destaller, Bernhard Feit und Christian Kainradl.
Für den Bühnenraum zeichnet Robert Notsch verantwortlich, die Kostüme stammen von Sigrid Dreger.
"Der Bockerer" im Theater Scala: Wiederaufnahme am 11. September 2026, Vorstellungen bis 19. September, Dienstag bis Samstag.