Kultur-Comeback in Wiens Museen mit neuen Ausstellungen

Sowjetische Soldaten vor der Hofburg nach der Befreiung Wiens im Jahr 1945
Sowjetische Soldaten vor der Hofburg nach der Befreiung Wiens im Jahr 1945Sammlung Erich Klein, Foto Jewgeni Chaldej
Das Kunst Haus und das Jüdische Museum starten mit zwei Fotoausstellungen, Virtual Reality lockt Besucher ins Haus der Musik.

In den kommenden Tagen starten gleich zwei Ausstellungs-Highlights: Das Kunst Haus Wien (Untere Weißgerberstraße 13, Landstraße) würdigt ab 5. Mai die Fotografin Elfie Semotan mit einer umfassenden Retrospektive. Die Schau "Haltung und Pose" umspannt sechs Jahrzehnte ihres fotografischen Kosmos mit rund 150 Arbeiten, von bekannten Mode- und Werbefotografien über eindringliche Porträts bis hin zu poetischen Landschaftsaufnahmen und Stillleben.

Die Befreiung Wiens im Jüdischen Museum

Ab 12. Mai präsentiert das Jüdische Museum am Judenplatz 8 (City) mit der neuen Ausstellung "Der Fotograf der Befreiung" die Arbeiten von Jewgenij Chaldej, der als offizieller Kriegsberichterstatter mit der Roten Armee im Zuge der Befreiung in Wien einmarschierte. Chaldej gelang das aus sowjetischer Sicht offizielle Befreiungsfoto von Wien: eine Gruppe von Soldaten mit Maschinenpistolen, im Hintergrund flattert die rot-weiß-rote Fahne. Die Ausstellung zeigt einen entscheidenden und bis in die Gegenwart wirksamen Moment der Geschichte Österreichs. Darüber hinaus vermittelt das Museum Judenplatz derzeit in seiner neuen Dauerausstellung "Unser Mittelalter! Die erste jüdische Gemeinde in Wien" neue Erkenntnisse zum jüdischen Leben in Wien im Mittelalter.

Geflüchtete Wiener in China

Im Palais Eskeles (Stallburggasse 1, City) zeigt die aktuelle Ausstellung "Die Wiener in China. Fluchtpunkt Shanghai", wie "die Stadt über dem Meer" zur Zuflucht vieler österreichischer Jüdinnen und Juden wurde. Die zweite Schau "Hans Kelsen und die Eleganz der österreichischen Bundesverfassung“ würdigt den "Architekten" der Bundesverfassung und stellt sein Leben und Werk in den Mittelpunkt.

Virtual Reality im Haus der Musik

Direkt ins Ohr geht die Klangausstellung "Inside Beethoven. Das begehbare Ensemble!“ im Haus der Musik (Seilerstätte 30, City). Dabei können Besucher selbst Teil eines Orchesters werden. Im Innenhof des Museums werden Werke des ungarischen Künstlers Márton Barabás gezeigt, der unter dem Titel "Hommage à Beethoven" die Poesie der Musik ins Visuelle übersetzt. Ein Höhepunkt des Klangmuseums ist das "Sonotopia Universe", ein beindruckendes Virtual Reality-Klanglabor, in dem man sein eigenes Klangwesen erschaffen kann.

Musik-Giganten Haydn, Mozart und Beethoven

Das Mozarthaus in der Domgasse 5 (City) widmet sich derzeit gleich drei musikalischen Genies: In der Sonderausstellung "Die Trias der Wiener Klassik: Haydn – Mozart – Beethoven. Gemeinsamkeiten – Parallelen – Gegensätze" wird den drei Giganten der Musikwelt nachgespürt. Ausgewählte Objekte und Texte der drei Komponisten zeigen ihre Beiträge zur Entwicklung der "Wiener Klassik".

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