Kulturhauptstadt 2024: St. Pölten erntete Jury-Kritik

Der Europa-Wegweiser ist schon lange wieder weg.
Der Europa-Wegweiser ist schon lange wieder weg.Bild: heute.at
Das Rennen um die Kulturhauptstadt 2024 dürfte weit weniger knapp als behauptet gewesen sein. Im Jury-Bericht findet sich massig Kritik an der St. Pöltner Bewerbung.
Von einer äußerst knappen Entscheidung war die Rede als Bad Ischl im November zur europäischen Kulturhauptstadt 2024 gekürt wurde und in St. Pölten, wo man schon eine große Party geplant hatte, so manchem das Gesicht einfror. Der Bericht der Jury malt dabei aber nun ein ganz anderes Bild. Die Wahl fiel eindeutig auf Bad Ischl. Schon im ersten anonymen Wahlgang der Jury fiel die Entscheidung klar auf die Stadtgemeinde im Salzkammergut.

Beachtlich ist dabei, dass im Bericht der Jury die St. Pöltner Bewerbung völlig zerpflückt wird. An fast jedem Punkt der Einreichung gibt es auch Kritik. Während etwa das große Budget (60 Millionen Euro) gelobt wird, vermisst die Jury in vielen Punkten Klarheit. "Die Bewerbung ist immer noch stark im konzeptuellen Bereich und (...) kann leicht daran scheitern, Verbindungen zu anderen Teilen Europas herzustellen." Der regionale Teil des Konzepts sei zu wenig sichtbar, auch die Langzeitperspektiven seien nicht klar.

Des Weiteren sei bei der Kulturstrategie nicht klar gewesen, ob sie wirklich das Richtige für alle Bevölkerungsschichten einer mittelgroßen Stadt wie St. Pölten sei. Außerdem hatte St. Pölten auch seine Nähe zu Wien hervorgehoben, die ein Schlüssel für die kulturelle Entwicklung der Stadt sei. Die Jury wurde daraus aber offenbar nicht ganz schlau. Auch die Nachhaltigkeit der Pläne sei nur bedingt ersichtlich. Die Liste der Kritikpunkte im Bericht setzt sich auch darüber hinaus noch fort. Das Ganze kann man in englischer Sprache hier nachlesen.

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