Paukenschlag am Landesgericht Klagenfurt: Die Volksbank Villach ist zu einer Schadenersatzzahlung von 1,1 Millionen Euro an eine Kundin verurteilt worden. Hintergrund sind Vorwürfe gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Bank, der über Jahre hinweg Kundengelder veruntreut haben soll.
Das bestätigte ein Sprecher des Landesgerichts Klagenfurt, der Standard berichtete zuvor. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Die Vorwürfe gegen den mittlerweile entlassenen Mitarbeiter beschäftigen Justiz und Betroffene bereits seit längerer Zeit. Er soll Konten von Kundinnen und Kunden geplündert und nicht autorisierte Wertpapiertransaktionen durchgeführt haben.
Laut den Vorwürfen empfahl der Mann seinen Klienten unter anderem angeblich sichere Anleihen. Gleichzeitig soll er gefälschte Unterlagen über vermeintliche Vermögenszuwächse vorgelegt haben.
Neben dem Zivilverfahren ermittelt auch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen den ehemaligen Bankmitarbeiter.
Die Rede ist von rund 35 Opfern. Der entstandene Schaden soll sich laut WKStA auf rund zwölf Millionen Euro belaufen.
Mit dem Urteil wurde einer Kundin nun Schadenersatz in Höhe von 1,1 Millionen Euro zugesprochen. Ob die Entscheidung rechtskräftig wird, ist derzeit noch offen.