Messer-Attacke in Supermarkt

Kundin "wahllos" getötet – Bluttat immer mysteriöser

Neue Details nach der Bluttat in Ratzeburg: Der Verdächtige soll eine Kundin wahllos attackiert haben. Drei Zeugen stoppten ihn.
Newsdesk Heute
10.09.2026, 16:26
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Ein ganz normaler Einkauf endete am Mittwochnachmittag in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Ratzeburg in einer tödlichen Gewalttat. In einem Supermarkt in der Bahnhofsallee wurde eine 48 Jahre alte Frau aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg mit einem Messer angegriffen. Für sie kam jede Hilfe zu spät, sie starb noch am Tatort.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der aktuellen Mitteilung schreiben, ereignete sich die Tat gegen 15.35 Uhr. Nach derzeitigem Stand soll der 44-jährige Tatverdächtige, ein Deutscher, plötzlich und wahllos eine zwischen den Regalen stehende Kundin attackiert haben. Die Frau erlitt mehrere Stich- und Schnittverletzungen.

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Damit liegen nun genauere Angaben zum Ablauf vor als unmittelbar nach der Tat. In ersten Berichten war noch von einem Angriff im Kassenbereich die Rede.

Auch zur Rolle der Helfer gibt es neue Details: Laut Polizei waren es sogar drei couragierte Zeugen, die der Frau sofort zu Hilfe eilten. Sie hielten den Angreifer fest und verhinderten weitere Handlungen. Der Mann soll sich gewehrt und das Messer dabei gegen sich selbst eingesetzt haben. Er erlitt schwere Verletzungen.

Suizidgedanken? Es gibt Hilfe.

Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.

Weitere Ansprechstellen für Betroffene:

Kriseninterventionszentrum Wien: 01/40 69 595
Rat auf Draht: 147
Weisser Ring – Verbrechensopferhilfe: 0800 / 112 112

"Lass mich in Ruhe!"

Den Zeugen gelang es schließlich, den 44-Jährigen zu entwaffnen und bis zum Eintreffen der Beamten festzuhalten. Der Tatverdächtige wurde noch vor Ort festgenommen und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Ein Zeuge hatte den Moment unmittelbar vor der Attacke so geschildert: "Sie sagte noch sowas wie 'Lass mich in Ruhe!‘ und dann zog er ein Messer." Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass sich Opfer und Tatverdächtiger nicht kannten.

Keine Hinweise auf Motiv

Zum Zeitpunkt der Bluttat sollen sich laut früheren Berichten rund 20 Menschen in dem Supermarkt aufgehalten haben. Der Bereich wurde nach der Tat weiträumig abgesperrt, Mordkommission und Spurensicherung waren im Einsatz.

Das Motiv ist weiterhin unklar. Hinweise auf eine politisch oder religiös motivierte Tat liegen derzeit nicht vor. Geprüft wird, ob sich der 44-Jährige während der Tat in einem psychischen Ausnahmezustand befand.

Zur Unterstützung der Ermittlungen wurde ein Hinweisportal eingerichtet. Dort können Beobachtungen sowie Bild- und Videodateien zur Tat direkt übermittelt werden. Personen mit Hinweisen sollen ihre Erkenntnisse unter https://sh.hinweisportal.de/ melden.

red,10.09.2026, 16:26