Ärger mit Rückzahlung

Kundin wartet seit Monaten auf IHRE 1.900€ von der Bank

Eine Wienerin versucht seit April von der Volksbank knapp 1.900 Euro zurückzubekommen. Offenbar möchte ihr aber niemand das Geld ausbezahlen.
02.08.2026, 21:30
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Viele Kunden der Volksbanken könnten Anspruch auf eine Rückzahlung haben. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) vertritt die Rechtsansicht, dass Banken sogenannte Bestandsprovisionen für vermittelte Fonds offenlegen hätten müssen.

Weil das in vielen Fällen nicht passiert sein soll, einigte sich der Volksbanken-Verbund mit dem VKI auf eine Rückzahlung. Betroffene, denen bis Ende 2017 Fondsprodukte vermittelt wurden, konnten sich im Rahmen einer Sammelaktion ihre zu viel bezahlten Gebühren zurückholen. Eine der Betroffenen war auch "Heute"-Leserin Elisabeth.

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Die Wienerin erhebt nun aber schwere Vorwürfe gegen die Volksbank. Trotz des Vergleichsangebots wartet sie nach eigenen Angaben seit Monaten auf die Rückzahlung von fast 1.900 Euro.

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Eingeschriebener Brief blieb unbeantwortet

Seit Mitte April versucht Elisabeth den Betrag zurückzubekommen. Wie die Betroffene gegenüber "Heute" schildert, habe sie die Volksbank bereits am 16. April per eingeschriebenem Brief um die Rückzahlung des Betrags ersucht. Eine Antwort habe sie jedoch nie erhalten. Da auch Wochen später keine Reaktion erfolgte, suchte sie am 29. Juni persönlich eine Filiale auf. Dort ließ sie ihre Unterlagen erneut übergeben und bat um eine Übernahmebestätigung.

Verweis auf Kundenservice

Drei Wochen später erhielt sie schließlich eine E-Mail eines Mitarbeiters. Darin sei sie an den Kundenservice verwiesen worden. Das sorgt bei der Wienerin für Unverständnis. Nach eigenen Angaben hatte sie das vom VKI formulierte Vergleichsangebot bereits am selben Tag zusätzlich per E-Mail an den Kundenservice geschickt. "Bis heute habe ich keine Antwort bekommen", ärgert sie sich.

"Ich möchte nur mein Geld zurück"

Auch die Ombudsstelle habe ihr nach eigenen Angaben nicht weiterhelfen können. Statt einer inhaltlichen Antwort habe sie lediglich einen Link zu einem Newsletter erhalten. "Ich will von dieser Bank keinen Newsletter – ich möchte nur mein Geld zurück", sagt die Kundin.

Ihr Vertrauen in das Geldinstitut sei mittlerweile völlig verloren gegangen. "Die Bank nimmt keinen Kontakt mit mir auf und sagt gar nichts. So geht man mit Kunden einfach nicht um. Wahrscheinlich gehen die Leute dort schon zum Sektfrühstück und lachen über die blöde Alte, die dies noch finanziert."

Volksbank arbeitet bereits an schneller Lösung

"Heute" sprach mit dem Verein für Konsumentenschutz über die Causa. Probleme konnte man jedoch keine bestätigen: "Die Abwicklung mit dem Volksbankenverbund funktioniert in der Regel sehr gut. In Einzelfällen können Fehler passieren, in dem von Ihnen angesprochenen Fall sind wir bereits im Austausch mit der Bank, um herauszufinden wieso hier die Zahlung nicht angekommen ist", so eine Sprecherin des VKI im "Heute"-Talk.

Aktuell gibt es laut dem VKI ein nur ein großes Bankinstitut, dass sich trotz Aufforderung nicht auf Gespräche eingelassen hat, und zwar die BAWAG. Der VKI führt daher eine Sammelaktion durch, um die Ansprüche der betroffenen BAWAG-Kunden durchzusetzen. Eine Anmeldung für Betroffene ist aktuell möglich.

"Darüber hinaus kann man sich aktuell zu weiteren kleineren Bankinstituten anmelden, hier ist geplant im Laufe des Herbstes Gespräche aufzunehmen, um das Thema branchenweit abzudecken", heißt es abschließend. Hier kann man sich als Betroffener anmelden.

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