Künftig weniger Zucker in den Spar-Produkten

Bild: Denise Auer

Zu viel Zucker führt zu Übergewicht, Diabetes, Fettleber und anderen Zivilisationskrankheiten: Lebensmittelriese Spar startet deshalb eine bisher einmalige Initiative.

Das Interesse der Nahrungsmittelindustrie an einer Zuckerreduktion ist enden wollend, wie Spar-Chef Gerhard Drexel meint. Aber zumindest bei den Eigenmarken kann der Lebensmittelhändler selbst die Notbremse ziehen – und tut das nun auch. Ab sofort wird laut Drexel überall dort, wo es möglich ist, nach eingehender geschmacklicher Prüfung schrittweise der Zuckergehalt reduziert. Damit sollen Kunden die Möglichkeit erhalten, sich an die geringere Süße zu gewöhnen.

Den Anfang machen Natur*pur Bio- Fruchtjoghurts (Ersparnis übers Jahr: 3,3 Tonnen Zucker) und die Spar-Softdrinks (–81 Tonnen Zucker bzw. –10 Prozent). Bei der Linie Spar Vital wird schon bisher vielfach auf Zuckerzusatz verzichtet. Anlass sind laut Drexel alarmierende Studien. So ist etwa in Tirol die Zahl der übergewichtigen Schüler seit 2007 von 17 Prozent auf 30 Prozent gestiegen.

Hauptgrund: ein Übermaß an Süßigkeiten. Zudem essen die Österreicher im Schnitt 93 g Zucker pro Tag, während die Weltgesundheitsbehörde maximal 25 g empfiehlt. Flankiert wird die Maßnahme durch Infos auf allen Kanälen.

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