Kunstdieb (52) will in Burg nur Wein getrunken haben

Für einen spektakulären Coup musste gestern ein Slowake in Krems auf die Anklagebank. Er hatte vor einem Jahr Kunstgegenstände aus der Burg Burgschleinitz gestohlen.

Für einen aufsehenerregenden Kunstdiebstahl in der mittelalterlichen Wasserburg Burgschleinitz (Bezirk Horn) musste ein Slowake (52) gestern in Krems vor Gericht.

Der 52-Jährige war zwischen 31. Jänner und 3. Februar 2019 mit einem Komplizen (gesondertes Verfahren) in den nicht öffentlichen Teil des Schlosses eingedrungen. Dabei verschwanden unter anderem ein venezianischer Spiegel, mehrere Gemälde, eine Barockstanduhr, Renaissance-Madonnen. Gesamtschaden: 321.000 Euro, alleine die drei barocken Meisterbilder haben einen Wert von 60.000 Euro, zwei Geigen einen Wert von 30.000 Euro ("Heute" berichtete).

"Trank nur Wein im Keller"

Anfangs schob der 52-Jährige alles dem Komplizen in die Schuhe. "Ich war gar nicht im Schloss". "Wie kommen dann Ihre Fingerabdrücke auf die Kanne in der Burgküche?", wollte die Richterin wissen. Plötzlich fiel es dem Slowaken wieder ein: "Ich war im Keller der Burg, trank Wein und war schwer betrunken, dann weiß ich nichts mehr."

Der Schöffensenat glaubte dem Angeklagten nicht. Der 52-Jährige fasste drei Jahre Haft wegen Einbruchsdiebstahles aus (nicht rechtskräftig).

Übrigens: Der Coup dürfte gut vorbereitet gewesen sein, die Slowaken mussten einige Türen aufbrechen und wussten, wo die wertvollen Gegenstände waren.

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