Darum wird auf diesem Dach bald laut herumgeschrien

Die Linzer Kunstuni-Studentin Marion Theres Winter ruft zum Losschreien auf.
Die Linzer Kunstuni-Studentin Marion Theres Winter ruft zum Losschreien auf.ufg/Mark Sengstbratl, Lukas Augustin
Ende April wird's ganz schön laut, auf der Dachterasse der Kunstuni Linz. Die Linzer werden ermutigt, sich die Seele aus dem Leib zu schreien. 

"Gipfelschrei" heißt das Projekt der Linzer Kunstuni-Studentin Marion Theres Winter. Die 21-Jährige, gebürtige Grazerin lädt von 26. bis 30. April von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 16 bis 18 Uhr (in dieser Zeit steht die Uni-Terrasse Schreilustigen offen) zum kollektiven Schreien auf die Dachterasse der Kunstuniversität Linz auf den Hauptplatz (Nummer 6). 

Sprechen verboten - Schreien ausdrücklich erwünscht

"Emotionen sollen gehört werden", ist die Studentin überzeugt. "Leider ist es in unserer Gesellschaft nicht erlaubt, im öffentlichen Raum alle Gefühle zuzulassen und zum Ausdruck zu bringen. Ich stelle mir Menschen vor, die selbstbewusst am zentralsten Ort der Stadt alle Masken fallen lassen, losschreien und nicht aufhören, bis das schöne Glücksgefühl eines Gipfelschreis eintritt."

Von dieser Dachterrasse aus kann man bald in den Linzer Himmel schreien.
Von dieser Dachterrasse aus kann man bald in den Linzer Himmel schreien.Kunstuni Linz

Winter hat vergangenen Herbst ihr Bachelorstudium Plastische Konzeptionen/Keramik an der Kunstuni Linz begonnen. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit gesellschaftlichen Normen und der experimentellen Befreiung davon. Sie freut sich auf zahlreiche Teilnehmer, die "die Grenzen des eigenen Sprachorgans austesten möchten. Worte sind tabu, sonst ist alles erlaubt", sagt sie.  

Anmeldung erforderlich!

Aufgrund der Covid-19-Maßnahmen ist eine Anmeldung zur Teilnahme an "Linz schreit" per mail an marion.winter@ufg.at  erforderlich. Interessierte erhalten eine Antwort-Mail mit Infos und Instruktionen.

Übrigens: Über ein Mikrophon werden die Schreie in den insgesamt zehn Stunden aufgezeichnet und dann zu einem gemeinsamen Schrei zusammengeschnitten. Das Ganze gibt's dann am 2. Mai ab 16 Uhr beim Kusntuni-Ausstellungsraum splace am Linzer Hauptplatz zu hören. 

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