Kurdische Peschmerga erobern Sindschar von IS zurück

Kurdische Peschmerga-Kämpfer haben unterstützt durch US-Luftschläge die strategisch wichtige Stadt Sindschar im Irak von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Sturm zurückerobert. Die Stadt liegt direkt an der wichtigsten Verbindungsstraße zwischen den IS-Hochburgen Raqqa in Syrien und Mossul im Irak. Die kurdischen Kämpfer stießen in der Stadt auf Massengräber voller ermordeter Jesiden.

Kurdische Peschmerga-Kämpfer haben unterstützt durch US-Luftschläge die strategisch wichtige Stadt Sindschar im Irak von der und Mossul im Irak. Die kurdischen Kämpfer stießen in der Stadt auf Massengräber voller ermordeter Jesiden.

Zusammen mit ihren Brüdern in Syrien, der YPG, starteten die kurdischen Peschmerga vergangene Woche eine Großoffensive, um die "Lebenslinie" des "Islamischen Staates", die Straße zwischen den IS-Hochburgen Raqqa und Mossul, zu unterbrechen. Ziel der Kurden im Irak war die strategisch wichtige Stadt Sindschar. Dort und vertrieben zehntausende in die umliegenden Berge.

Nun eroberten die Peschmerga die strategisch wichtige Stadt im Handstreich von der Terrormiliz zurück. Die in Sindschar verschanzten IS-Kämpfer waren dem Ansturm der Kurden offenbar nicht gewachsen. Die US-Luftwaffe unterstützte den Vormarsch der Kurden am Boden mit zahlreichen Luftangriffen auf IS-Stellungen. "Durch die Luftangriffe auf Sindschar schien der Himmel über der Stadt fast völlig schwarz", berichtete ein Augenzeuge.

Nach nicht einmal zwei Tagen harter Kämpfe zogen die siegreichen Kurden unter Jubel und Salutschüssen in Sindschar ein. Im Freudentaumel rissen sie die verhassten schwarzen IS-Flaggen von allen Gebäuden und feierten ihren Sieg. Bei ihrer überhasteten Flucht ließen die Kämpfer des selbsternannten "Kalifats" reichlich Kriegsmaterial zurück.

Doch der anfängliche Triumph wich rasch der Trauer. Die siegreichen Kurden und die jesidischen Kämpfer, die sie unterstützten, stießen in Sindschar auf mehrere Massengräber - Beweise für Massaker der IS-Dschihadisten an der jesidischen Bevölkerung der Stadt.

"Zu alte Jesidinnen sofort ermordet"

In einem Grab wurden beispielsweise 80 Leichen von überwiegend älteren Frauen gefunden. "Alle Jesidinnen, die zu alt waren, , wurden sofort erschossen", berichteten Zeugen der Gräueltaten. Auf Twitter verbreitete sich ein weiteres erschütterndes Foto: Ein jesidischer Kämpfer, der früher in Sindschar gewohnt hatte, fand die Wiege seines Kindes und brach unter Tränen zusammen.



— Sarkawt Shams (@SarkawtShams)

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