Kurioses Hickhack wegen Gaddafi-Luxusjet

Der Staat Libyen und ein kuwaitisches Unternehmen liefern sich in Frankreich einen kuriosen Rechtsstreit um den pompösen Privatjet des 2011 getöteten Diktators Muammar al-Gaddafi. Das Unternehmen hatte mit Gaddafi millionenschwere Verträge abgeschlossen, die dieser kündigte. Deshalb ließ es das Flugzeug beschlagnahmen. Libyen interveniert.

Nach dem Bürgerkrieg und dem Sturz des Gaddafi-Regimes schickte die libysche Übergangsregierung das Flugzeug 2012 zur Reparatur ins südfranzösische Perpignan. Dort ließ es das kuwaitische Unternehmen "M. A. Kharafi & Sons" beschlagnahmen. Grund: Gaddafi hatte mit der Firma einen knapp 935 Millionen Euro schweren Vertrag zum Bau eines Urlaubsortes abgeschlossen.

Das Gaddafi-Regime kündigte den Vertrag 2010, das kuwaitische Unternehmen klagte und bekam von einem ägyptischen Gericht Recht gesprochen. Im Sommer ließ die Firma den Luxusjet in Frankreich beschlagnahmen.

Die libysche Behörde intervenierte. Nun wird in Frankreich prozessiert. Auch Air France mischt mit: Die rund drei Millionen Euro für Reparatur und Wartung der Luxusmaschine sind noch ausständig.

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