Kurz: "Die Türkei hat keinen Platz in der EU"

ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz vor dem EU-Außenministerrat in Brüssel
ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz vor dem EU-Außenministerrat in BrüsselBild: Dragan Tatic

Vor dem EU-Außenministertreffen in Brüssel hat Sebastian Kurz sich kritisch zur Türkei geäußert. Auslöser war Erdogans Rede zum Jahrestag des Putschversuches.

Bei seiner Rede zum Jahrestag des Putschversuchs hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan öffentlich gesagt, er wolle seinen Gegner am liebsten "die Köpfe abreißen". Diese martialische Rhetorik zeige, dass die Türkei "keinen Platz in der EU hat", so Kurz.

Die Beitrittsverhandlungen sollten abgebrochen werden, forderte der Außenminister. "All diese Aussagen, die von Erdogan kommen, sind noch nicht das Schlimmste. Sondern das Schlimmste ist, was in der Türkei tagtäglich passiert", so der ÖVP-Chef.

"Europa darf nicht wegsehen"

"Andersdenkende werden mundtot gemacht, es sind unzählige inhaftiert worden, Opposition und Journalisten werden eingeschüchtert. Das ist etwas, wo Europa nicht wegsehen darf", fordert Kurz. Er zeigte sich erfreut darüber, dass es in der EU endlich eine einheitliche Linie zu Erdogan und der Türkei gebe.

(hos)

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