Kurz erklärt, wie wir Corona-Pandemie besiegen können

Bundeskanzler Sebastian Kurz.
Bundeskanzler Sebastian Kurz.Florian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
Österreich unterstützt Indien mit Corona-Medikamenten im Wert von zwei Millionen Euro. "Wir helfen, wo es nur möglich ist", so Bundeskanzler Kurz.

Die Bundesregierung hat im Ministerrat beschlossen, Indien mit zwei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) zu unterstützen. Die Mittel sind für den Kauf von antiviralen Medikamenten im Kampf gegen COVID-19 bestimmt. Die Pandemie hat Indien schwer gezeichnet.

Seit Beginn der Krise sind auf dem Subkontinent bereits rund 200.000 Menschen an COVID-19 verstorben. Besonders in den vergangenen Tagen ist die Zahl der Neuerkrankungen sprunghaft angestiegen. Täglich gibt es über 350.000 Neuninfizierte, was in etwa ein Drittel der weltweit täglich Neuerkrankten ausmacht.

"Unterstützung ist für Österreich selbstverständlich"

"Unterstützung und Solidarität für Indien in dieser schweren Notsituation ist für Österreich selbstverständlich. Die Pandemie können wir nur gemeinsam weltweit besiegen. Wir helfen daher auch sonst, wo es nur möglich ist, schnell und unbürokratisch, sei es durch die intensivmedizinische Behandlung ausländischer COVID-19 Patientinnen und Patienten in Österreich, die Versorgung mit medizinischer Ausrüstung von Ländern in Not, oder zuletzt die gemeinsame Impfstoffbeschaffung mit der Europäischen Kommission für unsere Partner in den Staaten des Westbalkans", so Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Die Beschaffung der dringend benötigten Medikamente erfolgt über das Österreichische Rote Kreuz, das ein langjähriger und verlässlicher Partner der österreichischen humanitären Hilfe ist und über weitreichende Expertise in der Bekämpfung von Epidemien und Pandemien verfügt.

"Kräfte bündeln und Hilfe leisten"

"Jetzt heißt es hinschauen, Kräfte bündeln und Hilfe leisten – und zwar rasch. Deshalb haben wir heute ein Soforthilfepaket als Österreichs Beitrag zu einer gemeinsamen Anstrengung der Europäischen Union beschlossen. Damit werden antivirale Medikamente aus Europa finanziert. Deshalb haben wir den Auslandskatastrophenfonds vervierfacht. Und ich bin gerade in Situationen wie diesen unglaublich froh, dass wir uns dazu bekannt haben", betonte Vizekanzler Werner Kogler.

"Die Bilder, die uns in den letzten Tagen aus Indien erreicht haben, sind erschreckend. Sie führen uns ganz eindringlich vor Augen, dass wir im Kampf gegen die Pandemie alle gefordert sind. Denn niemand ist sicher, bevor wir nicht alle sicher sind. Umso wichtiger ist es, dass wir jene Länder unterstützen, die unsere Hilfe so dringend brauchen", so Außenminister Alexander Schallenberg.

Überlastung der Spitäler droht

Die Kliniken und Spitäler in Indien sind bereits weit über ihre Kapazitäten hinweg ausgelastet und der Mangel an medizinischem Sauerstoff zur Beatmung sowie an antiviralen Medikamenten macht eine lebensrettende Versorgung zunehmend schwieriger. Bereits jetzt fallen in dem Land jeden Tag rund 3.000 Menschen der Pandemie zum Opfer. Ohne internationale Unterstützung ist eine vollständige Überlastung der medizinischen Einrichtungen gewiss.

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