Eine Prise Populismus schwingt mit, wenn sich Sebastian Kurz weigert, "Business" zu fliegen. Doch die Bilanz bestätigt ihn: 51 Flüge um 130.000 Euro. Sein Vorgänger, Spindelegger, gab acht Mal mehr aus.
Eine Prise Populismus schwingt mit, wenn sich Sebastian Kurz weigert, "Business" zu fliegen. Doch die Bilanz bestätigt ihn: 51 Flüge um 130.000 Euro. Sein Vorgänger, Spindelegger, gab acht Mal mehr aus.
2010 absolvierte der damalige Außenminister Michael Spindelegger 41 Dienstreisen. Kosten: 735.000 Euro (inklusive Mitarbeiter). Im Jahr darauf verreisten er und die Staatssekretäre Waldner und Lopatka insgesamt 35 Mal um 653.947 Euro. Das geht aus parlamentarischen Anfragen des BZÖ hervor. Für 2013 gibt es keine validen Zahlen.
Ausnahme: Spindelegger war nur 20 Mal im Ausland. Sein Nachfolger im Außenamt war 2014 mehr als doppelt so oft unterwegs. Auf "Heute"- Anfrage legte das Außenministerium die Reisekosten von Ressortchef Sebastian Kurz offen: 51 Auslandsflüge, davon 48 in der Economy Class. Drei Mal wurde ein Bedarfsflieger gemietet, einmal um Verletzte aus Kiew auszufliegen, zwei Mal, um Termine einhalten zu können.
Mit 130.000 Euro reisten Kurz und sein Team im Schnitt um 2.250 Euro pro Destination. Spindelegger, der wegen seiner Vizekanzlerschaft Staatssekretäre brauchte, reiste im Schnitt um 18.684 Euro.