Nach Sieg über Pandemie – Kurz kündigt "Sprungbrett" an

 Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Arbeitsminister Martin Kocher
 Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Arbeitsminister Martin KocherHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Die Regierung will ein "Sprungbrett" für Langzeitarbeitslose schaffen – Kanzler Kurz erklärte die Pläne am Freitag bei einer Pressekonferenz. 

Anlässlich des morgigen Tages der Arbeit stellten Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) und ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher im Rahmen einer Pressekonferenz ein neues Vorhaben vor. Sie wollen ein "Sprungbrett" für Langzeitarbeitslose und Chancen durch sogenannte 'Green Jobs' in Österreich schaffen.

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500.000 Menschen sollen bis zum nächsten Jahr wieder in Beschäftigung zurückkehren können. Dieses Mammutprojekt könne aber erst nach dem Sieg über die Pandemie gelingen, so Kurz zu Beginn seines Statements. "Die Öffnungen im Mai werden ein erster Turbo für den Arbeitsmarkt sein".

Gerade aber Langzeitarbeitlosigkeit sei eine besondere Herausforderung für die Politik. "Das ist eine dramatische Situation für jeden einzelnen und auch für die Familie", sagte der Kanzler. Im Sommer soll deshalb das Projekt "Sprungbrett" 50.000 der derzeit 150.000 Langzeitarbeitslosen wieder in Beschäftigung zurückführen. 300 Millionen Euro macht die Regierung dafür locker.

Erholung absehbar

Gleichzeitig appelliert der Regierungschef auch an die heimischen Betriebe, Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben. "Es geht uns hier vor allem um Arbeit in der freien Wirtschaft. Die Jobs sollen nachhaltig sein", schilderte Kurz. So solle langfristig eine Perspektive gegeben werden. 

Arbeitsminister Kocher übernahm im Anschluss mit Dankesworten das Rednerpult. Er wolle Zuversicht geben: "Mit steigender Impfrate werden wir eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt erleben". Seit Wochen würden die Arbeitslosenzahlen langsam wieder zurückgehen. Auch er hofft auf den ersten Turbo Ende Mai. 

Wirtschaftsaufschwung

Für das wirtschaftliche Comeback von Österreich nach der Pandemie sei es nun wichtig, möglichst vielen Menschen wieder zu Arbeit zu verhelfen. Das "Sprungbrett" für Langzeitarbeitslose stellt laut Kocher erstmals ein Gesamtkonzept für die Arbeitssuche dar und besteht aus Maßnahmen. Es kombiniert unterstützende Begleitung für Jobsuchende und finanzielle Unterstützung für Betriebe.

In einer ersten Stufe wird es für die Beratung und Betreuung Unterstützung geben. Hier sollen "die richtigen Menschen" ausgewählt werden. Im zweiten Schritt sollen die Arbeitslosen in Beschäftigung geführt werden und zuletzt gibt es dann Lohnzuschüsse und Lohnkosten-Ersatz für teilnehmende Unternehmen.

Diese Aktion ist eine Investition in die Zukunft, für die Menschen und für die Wirtschaft", so Kocher abschließend. Er ist überzeugt, dass damit das gesteckte Ziel erreicht werden kann.

Gewessler unterbrach Rede

Bei dem anschließenden Auftritt von Leonore Gewessler kam es zu emotionalen Szenen. Die Ministerin kämpfte mit den Tränen als sie ihre Rede unterbrach, um sich zu dem schrecklichen Frauenmord in Wien zu äußern. Mehr dazu HIER >

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