"Candy Crush"-Saga im Nationalrat geht weiter

SPÖ-Mandatar Leichtfried fühlte sich am Mittwoch abermals durch das Hantieren des Kanzlers mit seinem Handy gestört und echauffierte sich beim Nationalratspräsidenten.

Der SPÖ-Abgeordnete Jörg Leichtfried hatte sich im Dezember während einer Rede im Nationalrat öffentlich über die Handynutzung von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) aufgeregt. Am Mittwoch legte er nach.

"Ist das Candy Crush, Herr Bundeskanzler?", hatte Leichtfried im Dezember inmitten seiner Rede gefragt. Der Kanzler hatte erklärt: "Nur ein Mail." Am Mittwoch fühlte sich der SPÖ-Mandatar bei seiner Rede abermals vom Smartphone des Kanzlers gestört.

Rede gegen Kickl unterbrochen

In Leichtfrieds Rede ging es um die umstrittenen Äußerungen von FPÖ-Innenminister Herbert Kickl zum Verhältnis von Recht und Politik ("Das Recht hat der Politik zu folgen"). Der Bundeskanzler war währenddessen mit seinem Smartphone beschäftigt.

"Braucht man zum 'Candy Crush'-Spielen schon einen Assistenten?"

"Nehmen S' das Handy, rufen S' den Kickl an und fragen S' wo er ist, vielleicht?", fordert Leichtfried den Kanzler auf der Regierungsbank zunächst auf (siehe Video oben bei 0:58). In diesem Moment besprach Kurz gerade etwas auf seinem mit einem herbeigeeilten Mitarbeiter und nahm Leichtfrieds Wortmeldung nicht zur Kenntnis.

Bei Nationalratspräsident "gepetzt"

Der SPÖ-Politiker setzte etwas erbost nach: "Braucht man zum 'Candy Crush'-Spielen jetzt schon einen Assistenten? Sehr interessant." Anschließend drehte sich Leichtfried zum 1. Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (ÖVP) um und beklagte: "Herr Präsident, ich rede mit dem Bundeskanzler und er spielt mit'm Handy. Tun S' wos... außer nicken!"

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Bundeskanzler ihm aber bereits wieder seine volle Aufmerksamkeit gewidmet.

(hos)

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