Kurz mit dringendem Appell an Österreicher

Bundeskanzler Sebastian Kurz
Bundeskanzler Sebastian KurzHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wendet sich auf Facebook mit einem Appell an die Österreicher und mahnt darin weiter zur Vorsicht.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich am Freitag in "ServusTV" zur aktuellen Corona-Lage in Österreich geäußert und dabei auch einen Blick in die Zukunft gewagt – mit einer düsteren Prognose! Denn laut dem Regierungschef wird das Coronavirus in den nächsten Jahren nicht verschwinden, sondern uns noch länger begleiten.

"Das Virus wird bleiben. Das wird in einem Jahr noch da sein, das wird in drei Jahren noch da sein, das wird in fünf Jahren noch da sein", ist sich Kurz bei den "Servus Nachrichten" sicher. Mit der 3G-Regel habe man aber eine sehr "effiziente Maßnahme", die verhindere, "dass die Ansteckungszahlen sofort explodieren".

Kurz bei "ServusTV": "Die 3G-Regel hilft uns definitiv und ich glaube sie ist nicht ein so großer Eingriff in die Freiheitsrechte der Bevölkerung, wie wenn gewisse Bereiche ganz geschlossen wären." Auf die Frage, warum in Nachtlokalen so strenge Maßnahmen – PCR-Test oder Impfung – gelten, aber nicht etwa bei Zeltfesten, antwortete der Kanzler:

"Wir sitzen alle in einem Boot

"Es ist schwierig Trennlinien zu ziehen. Es gibt immer Bereiche, die sind artverwandt oder ähnlich und wünschen sich daher die gleiche oder eine ähnliche Behandlung. Auf der anderen Seite muss man irgendwo die Trennlinie ziehen. Jetzt ist die Frage: Vergleichen Sie das Zeltfest eher mit einer Kulturveranstaltung oder mit einer Diskothek. Das kann man unterschiedlich sehen.

Diejenigen Personen, die diese Entscheidungen treffen würden, müssten eben diese Trennlinie ziehen. Und diese Trennlinie sei auf Bundesebene nun so gezogen worden. "Man kann immer über alles diskutieren. Ich bitte aber auch um Verständnis, ich glaube, wir sitzen alle in einem Boot", so Kurz in "ServusTV".

"Müssen noch vorsichtig sein"

Und weiter: "Wir haben alle das Ziel, dass wir normal leben können, dass wir endlich wieder Freude haben können, dass Veranstaltungen, Tourismus, Sport, Gastronomie wieder genossen werden kann." Und damit dies auch so bleibt, brauche es eben ein Sicherheitsnetz.

Einen Tag nach dem Interview bei "ServusTV" hat sich Kanzler Kurz nun auf Facebook an die Bevölkerung gewandt. Darin schreibt der 34-Jährige, dass es schön sei, "dass aufgrund der Fortschritte bei der Impfung nun Austausch und die Begegnungen wieder möglich" seien – "auch wenn wir noch vorsichtig sein müssen." Er freue sich jedenfalls darauf, "im Sommer in ganz Österreich unterwegs zu sein." 

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