Kurz kündigt neue Corona-Verschärfungen an

Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte eine 1-G-Regel für Discos an, wenn die Zahlen weiter steigen.
Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte eine 1-G-Regel für Discos an, wenn die Zahlen weiter steigen.JOE KLAMAR / AFP / picturedesk.com
"Wenn die Infektionszahlen weiter steigen" – und danach sieht es derzeit aus – kann sich auch Kanzler Kurz eine 1-G-Regel für Discos vorstellen.

Am Samstag erreichten die Infektionszahlen einen neuen Höhepunkt. Mehr als 1.300 Corona-Fälle wurden von den Behörden innerhalb von 24 Stunden registriert. Österreichweit stieg die Inzidenz mittlerweile über 85, in Wien beträgt sie gar 112.

Es gibt aber eine enorme Kluft: beträgt die Inzidenz unter den Geimpften lediglich 16, liegt sie bei den Ungeimpften über 200.

Die Impfquote steigt gleichzeitig aber nur langsam, von der Herdenimmunität ist man noch lange entfernt. Ab circa 80 Prozent könnte man davon sprechen, aktuell sind in Österreich noch keine 60 Prozent vollständig geimpft.

Deswegen drohen nach dem Sommer wieder verschärfte Corona-Regeln, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag ankündigte.

Discos nur für Geimpfte

"Österreich hat die Corona-Pandemie bisher vergleichsweise gut gemeistert. Wir müssen aber gut auf den Herbst vorbereitet sein, denn die Zahlen werden wieder steigen", erklärt Kurz. Dann lässt er die Bombe platzen: "Wenn die Zahlen weiter steigen, dann braucht es die 1G-Regel für Diskotheken und Nachtklubs". Damit sollen sogenannte Superspreader-Events verhindert werden.

Gleichzeitig konstatiert der Regierungschef: "Mit der Impfung haben wir das beste Mittel in der Hand, um der Pandemie Herr zu werden und unser Gesundheitssystem zu schützen. Daher gilt es nun weiterhin so viel wie möglich zu impfen, um sich selbst und andere zu schützen."

Auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) appelliert an die Bevölkerung: "Aktuelle Prognosen der Wissenschaftler:innen zeigen uns, dass wir die Impfrate weiter erhöhen müssen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Ich appelliere daher an alle, die bisher noch nicht geimpft sind: Informieren Sie sich über die Impfung und nützen Sie eines der zahlreichen Impfangebote. Sie schützen damit sich selbst und auch Ihre Lieben vor einer schweren Erkrankung!"

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