Kurz: "Null-Toleranz für Antisemitismus"

Der Ministerrat beschließt am Dienstag auf Antrag von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) eine neue, zeitgemäße Antisemitismus-Definition.

Eine Delegation des American Jewish Committee (AJC) unter der Leitung von CEO David Harris hält sich derzeit zu politischen Gesprächen in Wien auf, Montagvormittag fand ein Treffen mit Außenminister Sebastian Kurz statt. Themen: unter anderem die aktuellen Herausforderungen bei der Bewältigung der Migrationskrise und der weltweiten Bekämpfung von Antisemitismus, insbesondere angesichts des Tages zum Gedenken des Holocaust in Israel (Yom Hashoa) am Sonntag.

"Wir müssen Null-Toleranz zeigen für jede Form des Antisemitismus, sowohl im Alltag als auch in den Sozialen Medien", sagte Sebastian Kurz. "Wir haben großen Handlungsbedarf bei neu importiertem Antisemitismus und anderen Formen wie islamistischer Propaganda im Internet, wie der letzte Woche vorgestellte Antisemitismus-Bericht zeigt."

Antrag im Ministerrat

Der Ministerrat wird am morgigen Dienstag auf Kurz Antrag hin eine neue zeitgemäße Antisemitismus-Definition beschließen, die die "International Holocaust Remembrance Alliance" erstellt hat. Im Kampf gegen Antisemitismus engagiert sich Sebastian Kurz auch im Rahmen des OSZE-Vorsitzes gemeinsam mit dem OSZE-Sonderbeauftragten gegen Antisemitismus, Rabbi Andrew Baker. (uha)

American Jewish Committee:
Das AJC verbindet ein langjähriger Austausch mit der Republik Österreich und weiteren europäischen Partnern. Als erste amerikanisch-jüdische Organisation eröffnete das AJC 1998 ein Büro in der deutschen Hauptstadt. Mittlerweile unterhält das AJC neben den 22 Büros in den Vereinigten Staaten auch Dependancen in Jerusalem, Brüssel, Paris, Warschau und Rom und ist darüber hinaus mit Vertretungen in Asien und Lateinamerika engagiert.
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