Kurz sagt, wann dritte Corona-Impfung startet

Bundeskanzler Sebastian Kurz: "Es gibt keine Impfpflicht in Österreich"
Bundeskanzler Sebastian Kurz: "Es gibt keine Impfpflicht in Österreich"Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich in seinem ersten Interview nach seiner Erkrankung erneut für die Corona-Impfung stark gemacht.

Erstmals nach seiner überstandenen Sommergrippe hat sich Bundeskanzler Sebastian Kurz auf oe24 wieder zu wichtigen politischen Themen geäußert. In dem Interview warb der VP-Chef dabei einmal mehr auch für die Impfung und bekräftigte dabei einmal mehr die Wichtigkeit eines dritten Stichs.

Und laut Österreichs Regierungschef wird die dritte Corona-Impfung bereits im September starten. "Wir wissen, dass es bei der Corona-Impfung eine Auffrischung braucht. Die Wissenschaft geht davon aus, dass das ungefähr neun Monate nach der ersten Impfung der Fall ist", sagte Kurz zu dem Nachrichtenportal.

Neuer Lockdown im Herbst?

"Aller Voraussicht nach" werde im Herbst mit dieser Auffrischungsimpfung begonnen. Gestartet werde dabei mit älteren Personen sowie Pflegeheimbewohnern, heißt es in dem Bericht weiter. Und auch zur in Österreich heftig diskutierten Impfpflicht im Gesundheitsbereich bezog der Kanzler Stellung.

Dazu stellte Kurz klar: "Das ist nichts unübliches. Das wird jetzt sehr emotional diskutiert. Es gab aber schon immer in gewissen Branchen und für Berufsgruppen Verpflichtungen." Das gewisse Bundesländer dies so für ihre Mitarbeiter regeln, sei auch "legitim".

In puncto "Impfverweigerer" in Österreich zeigte sich der 34-Jährige wenig besorgt. "Es gibt in Österreich keine Impfpflicht, ich freue mich aber, wenn sich noch mehr Menschen impfen lassen. Das ist wichtig, damit wir das Virus als Gesellschaft zurückdrängen können."

Angesprochen darauf, ob es im Herbst einen weiteren Lockdown geben könnte, antwortete Österreichs Kanzler: "Das hoffe ich nicht. Mein Ziel ist, dass wir in Freiheit und Normalität leben können. Ich halte die Impfung für den richtigen Weg und nicht den Lockdown."

"Das ist inakzeptabel"

Auf den Stopp einiger Abschiebungen nach Afghanistan durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EMGR) in dieser Woche reagierte Sebastian Kurz scharf und erklärte: "Es muss weiter nach Afghanistan abgeschoben werden. Es kann nicht sein, dass wenn jemand illegal zu uns kommt, dass er dann einfach bei uns bleibt. Das ist inakzeptabel."

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