Kurz sagt, was jetzt von "entscheidender Bedeutung" ist

Bundeskanzler Sebastian Kurz.
Bundeskanzler Sebastian Kurz.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Die EU stellt dem Bezirk Schwaz in Tirol 100.000 zusätzliche Corona-Impfdosen von Biontech/ Pfizer zur Verfügung. Das sagt Kanzler Sebastian Kurz.

Nach intensiven Gesprächen von Landeshauptmann Günther Platter, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen konnte nun eine Einigung erzielt werden: Die EU hat zugesichert, für den Bezirk Schwaz eine zusätzliche vorgezogene Lieferung von 100.000 Impfstoffen des Herstellers BioNTech/Pfizer zur Eindämmung der südafrikanischen Virusvariante zur Verfügung zu stellen. Damit erhalten alle impfbereiten Bewohner des Bezirks Schwaz beginnend mit dem 11. März eine Corona-Impfung.

"Für die erfolgreiche Bekämpfung der Südafrika-Mutation im Bezirk Schwaz ist die Durchimpfung der Bevölkerung von entscheidender Bedeutung. Dieser Ansicht sind auch nationale und internationale Expertinnen und Experten. Bisher haben jedoch die dafür nötigen Impfstoffe gefehlt, weshalb wir uns bei der Europäischen Kommission massiv dafür eingesetzt haben, dass Tirol eine zusätzliche vorgezogene Lieferung an Impfstoffen erhält. Wenn der Bezirk Schwaz schon ein europäischer Hotspot der Südafrika-Variante ist, dann braucht es auch eine europäische Lösung. Diese haben wir nun erzielt", berichten Bundeskanzler Kurz und Landeshauptmann Platter unmittelbar nach Abschluss der Verhandlungen mit der EU.

Diese Personen erhalten Corona-Impfung

Mit dieser Lieferung kann bereits kommende Woche begonnen werden, allen impfbereiten Bewohnern des Bezirks Schwaz ab 16 Jahren eine Corona-Schutzimpfung zu verabreichen. Drei Wochen später – ab 1. April – erfolgt dann die notwendige zweite Teilimpfung. Der Bezirk Schwaz wird dabei zu einer wissenschaftlichen Modellregion der EU, in der hochkarätige heimische wie internationale Wissenschaftler die Auswirkungen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs auf die Ausbreitung bzw. Eindämmung der südafrikanischen Virusmutation erforschen. Dem nun eingesetzten mRNA-Impfstoff wird insbesondere auch bei der Südafrika-Virusvariante von Wissenschaftlern eine hohe Wirksamkeit bescheinigt. Am Zeitplan des Tiroler Impfplans ändert sich ansonsten nichts.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober betonte im Rahmen der Pressekonferenz: "Das professionell durchgeführte Contact Tracing durch das Land Tirol hat in Kombination mit anderen Maßnahmen wie der Ausreise-Testung dazu geführt, dass der Anteil der südafrikanischen Virusvariante schrittweise abnimmt. Während in der Kalenderwoche 5 die südafrikanische Virusmutation noch einen Anteil von 18 Prozent an den Neuinfektionen hatte, sind es aktuell noch 5,11 Prozent. Wir haben nun die Chance, ein einmaliges Forschungsprojekt – ein Zeichen europäischer Solidarität – zu realisieren. Wir arbeiten mit aller Kraft gegen die Ausbreitung dieser Mutation. Gemeinsam mit einer Ausreise-Testung aus dem Bezirk Schwaz kann dies zu einer erfolgreichen Begrenzung des Südafrika-Virus beitragen."

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