Politik

Kurz sammelt Spenden wie einst Barack Obama

Heute Redaktion
13.09.2021, 23:56

Sebastian Kurz' neue Volkspartei wandelt auf den Spuren von Alexander Van der Bellen oder Barack Obama: Die neue ÖVP will ihren Wahlkampf über eine Spenden-Aktion finanzieren.

Zum Spendensammeln für den Wahlkampf gibt es jetzt auf der Website "sebastian-kurz.at" ein Tool, das jede eingegangene Online-Spende mit Name und Betrag veröffentlicht, außer ein Spender schließt das explizit aus.

Transparenz ist wichtig: Spenden über 3.500 Euro würden wie vorgeschrieben dem Rechnungshof gemeldet, verkündete die ÖVP. Ziel: "So wenig wie möglich Steuergeld für den Wahlkampf verwenden".

"Klug und vorbildlich"

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Politikwissenschafter Hubert Sickinger nannte das Wahlkampffinanzierungskonzept von ÖVP-Chef Sebastian Kurz "klug und vorbildlich". "Wenn es wirklich transparent ist, dann wäre das American-Style", sagte Sickinger der APA.

Interessant werde aber sein, ob die Transparenz auch für Großspenden bzw. Großspender gilt oder ob diese Unterstützungen ausgelagert und etwa über Personenkomitees abgewickelt werden. "Wenn Großspenden genauso transparent gemacht werden, würde ich sagen, das ist die modernste Kampagne Österreichs", meinte der Politologe.



Obergrenze: Sieben Millionen Euro



Die Wahlkampfkosten-Obergrenze von sieben Millionen Euro für die 82 Tage vor der Wahl will man bei der ÖVP übrigens einhalten, erklärte ein Kurz-Sprecher. 2013 wurde diese Grenze vom Team Stronach, der ÖVP sowie der SPÖ überschritten.

Mehr als 60.000 Unterstützer aus ganz Österreich haben sich in den vergangenen Wochen der Bewegung von Kurz angeschlossen.

(GP)

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