Kurz schickt eine Million Impfdosen an den Balkan

Der EU-Sonderbeauftragte Miroslav Lajcak und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag im Rahmen der Westbalkankonferenz in Wien.
Der EU-Sonderbeauftragte Miroslav Lajcak und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag im Rahmen der Westbalkankonferenz in Wien.HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündete, dass Österreich ab August eine Million Impfdosen an den Westbalkan spenden wird.

4.372.190 Menschen, also 55,54 Prozent der impfbaren Bevölkerung, haben mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Davon haben 2.375.827 Menschen (30,18 Prozent) einen vollständigen Impfschutz. Es wird also noch dauern, bis jeder ein Impfangebot bekommen wird. Angesichts einer drohenden 4. Welle im Herbst aufgrund der Delta-Variante ist das aber essenziell.

Nichtsdestotrotz verkündete Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag im Rahmen der Westbalkan-Konferenz in Wien, dass man eine Million Impfdosen abtreten wird. "Denn wir sind vor der Pandemie nur dann endgültig sicher, wenn alle sicher sind", so Kurz.

Astra Zeneca

Laut "APA" soll es sich dabei anfangs noch um Impfdosen des Herstellers AstraZeneca handeln. Bis Ende des Jahres soll die gesamte Million eingetroffen sein. Anfängliche Kritik, wonach diese Ankündigung wohl kaum mit dem Gesundheitsministerium abgesprochen sein kann, wurde prompt gekontert.

Die Spende sei mit dem Gesundheitsministerium akkordiert, hieß es laut "APA" ergänzend aus dem Bundeskanzleramt. Bei den Bundesländern sieht das offenbar anders aus, wie aus dem Büro von Wiens Gesundheitsstadtrat durchklingt. Ein Sprecher zeigt sich auf Twitter "sprachlos".

Migration

Weiteres Hauptthema der Konferenz mit Serbien, Bosnien, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Albanien war die Migration. "Die illegale Migration ist für viele europäische Länder, insbesondere für Österreich, ein massives Problem", so Kurz.

Bereits im Sommer gab es weitreichende Kooperationen unter der Leitung von Innenminister Karl Nehammer. Diese Zusammenarbeit soll nun weiter ausgebaut werden. "Allein das führt schon dazu, dass sich weniger Menschen auf den Weg machen."

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