Kurz schließt dritten Lockdown nicht aus

Ein Blick von der Kärntner Straße auf den menschenleeren Stephansplatz am 14. April 2020 - vielleicht auch 2021?
Ein Blick von der Kärntner Straße auf den menschenleeren Stephansplatz am 14. April 2020 - vielleicht auch 2021?Helmut Graf
Bundeskanzler Sebastian Kurz stellte sich am Dienstagmorgen den zahlreichen Lockdown-Fragen der Ö3-Hörer. Eine Antwort ließ besonders aufhorchen. 

"Warum haben die Schulen geschlossen, obwohl viele Experten dagegen waren?", "Warum dürfen Schneider aufmachen, aber keine Friseure?", "Hat die Regierung Fehler gemacht?". Zum Start des Lockdowns wurde Bundeskanzler Sebastian Kurz von den Ö3-Hörern ganz schön in die Zange genommen - mehr dazu HIER. Doch ausgerechnet die Antwort auf eine Frage von Wecker-Moderator Robert Kratky ließ besonders aufhorchen.

Zu Ostern wieder in die Isolation?

Souverän wie Marcel Hirscher schängelte sich Kurz eine Stunde lang durch den Fragen-Slalom der Hörer. Nur bei einer Frage geriet der Bundeskanzler ein wenig in Schräglage. Denn als "Frühstückshawi" Kratky ihn danach fragte, wie viele Lockdowns dieses Land denn in seinen Augen noch vertrage, stockte Kurz einen Moment, überlegte, um dann zu antworten: "Das Wichtige ist, dass die Zeit zwischen den Lockdowns möglichst lange ist."

Bundeskanzler Sebastian Kurz (links) und Ö3-Wecker-Moderator Robert Kratky
Bundeskanzler Sebastian Kurz (links) und Ö3-Wecker-Moderator Robert KratkyHitradio Ö3

Ein Dauerlockdown sei nicht nur schlecht fürs Gemüt, sondern auch für die Wirtschaft, erklärte der Kanzler. Daher sei es auch gut gewesen, dass sich ebendiese in den fast fünf Monaten im Sommer, in denen wir "fast uneingeschränkt" leben konnten, auch gut erholt habe. Zwischen den Zeilen heißt das aber auch: Sollten sich die Infektionszahlen nicht schleunigst verringern bzw. sollten sie im Frühjahr wieder neuerlich aufflammen, könnte uns ein dritter Lockdown zu Ostern erwarten.

Gegen Ende der Fragestunde bringt es der Kanzler noch einmal auf den Punkt: "Es ist, was es ist, eine Pandemie. Wenn wir jetzt die Zahlen runterkriegen, müssen wir schauen, dass sie wieder langsam und nicht zu schnell ansteigen - bis zur Impfung 2021." Oder bis zum dritten Lockdown?

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