KURZ trumpt jetzt: "Haben Wien-Wahl gewonnen!"

Die Satire-Partei "Liste KURZ" hinter der "Die Partei" steht, erklärt sich nun zum Sieger der Wien-Wahl. Da nahm wohl jemand bei Noch-US-Präsident Donald Trump Anleihen.
Die Satire-Partei "Liste KURZ" hinter der "Die Partei" steht, erklärt sich nun zum Sieger der Wien-Wahl. Da nahm wohl jemand bei Noch-US-Präsident Donald Trump Anleihen.Screenshot
Achtung Satire: "Die Partei", bei der Wien-Wahl als Liste KURZ angetreten, nimmt sich Noch-US-Präsident Trump zum Vorbild und erklärt sich zum Sieger.

Als "Liste Kurz" trat "Die Partei" bei der Wien-Wahl am 11. Oktober in drei Bezirken an: In der Leopoldstadt erreichte sie gerade einmal 0,56% der Stimmen, in Landstraße 0,68% und in Ottakring immerhin 0,86%. Doch obwohl die Liste in allen Bezirken ganz klar die 1-Prozent-Marke verfehlte, erklärt sie sich nun zum eigentlichen Wahlsieger. Und kündigt schon jetzt an, 2021 in Kärnten, Oberösterreich und zur ÖH-Wahl antreten zu wollen.

"Durch das unermüdliche Engagement ihrer Mitglieder, freiwilligen Helferinnen und Helfern, schrammten wir nur knapp an der Mehrheit vorbei. ,Nur drei Stimmen mehr und wir hätten drei Stimmen mehr gehabt"', so der Vorsitzende Gottkaiser Lautsprecher I. Vorbild für die demokratisch-politisch etwas andere Sichtweise auf die Realität ist offenbar Noch-US-Präsident Donald Trump. Auch der hat so seine Schwierigkeiten damit eine Wahlniederlage anzuerkennen. 

Die Partei "stellt Demokratie auf Probe"...

Weil "Die Partei" die Demokratie als Liste Kurz auf die Probe gestellt habe, könne sich die ÖVP seit der Wien-Wahl nur noch knapp, nicht zuletzt auch dank der Hilfe der grünen Ersatz-FPÖ, in den Bezirksräten halten, bemerkt man süffisant. Trotz mehrerer Sabotageakte von Seiten der ÖVP und SPÖ, die Der Partei die Beteiligung an der Wahl erschweren sollten, sei diese dennoch gestärkt als Wahlsieger hervorgegangen.

Auf die angeblichen Sabotageakte will Die Partei nicht näher eingehen. "Wir werden diese in Zukunft selbst noch gegen andere Parteien einsetzen". Auch die Wahlbehörde habe den Weg der Partei gestört: Diese habe den Plan geschlechtergerechte Sprache einzusetzen, verhindert. "Obwohl wir bei der Berufsbezeichnung für alle Kandidatinnen und Kandidaten das generische Femininum verwendet hatten, 'besserte' die Behörde diese wieder aus", so Marcel Hintner von der Partei.

... und wird zum "Retter der Opposition"

"Auch wenn die Regierung momentan glaubt, dass es keine Opposition braucht, sagen wir: Halt! – Denn das war unsere Idee. Deshalb wechseln wir freiwillig die Seiten. Wir standen schon immer auf der Seite der Armen und Schwachen (zur Zeit sei das die SPÖ, Anm.)", so ein Parteisprecher.

"Opposition ist in! Wir treten bei den Landtags-und Gemeinderatswahlen in Oberösterreich, den Gemeinderatswahlen in Kärnten und bei den ÖH-Wahlen nun als die echte Opposition an! Alle, die nicht wir sind, sind Teil der Regierung!", so die Logik der Partei. Schon heute erfolge der nächste, unvergleichliche Wahlkampfauftakt: in Kärtnen, in Oberösterreich und in den "schattigen Gemäuern der österreichischen HochschülerInnenschaft". "Corona wird nicht das Schlimmste sein, das euch 2021 passieren wird, denn es gibt noch Die Partei", so Marcel Hintner.

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