Türkis und Grün sondierten am Dienstag zum vorletzten Mal. Freitag findet noch eine Runde statt. Dann schlägt die Stunde von Kurz und den Parteigremien. Sie entscheiden über den Start von Koalitionsverhandlungen.
Am 9. Oktober hatten ÖVP-Chef Sebastian Kurz und Grünen-Bundessprecher Werner Kogler zum ersten Mal unter vier Augen sondiert, neun Tage später starteten die Sondierungen der Sechserteams.
Jetzt geht's in den Endspurt. Auch rund um das gestrigen Treffen, das bis in die Nacht dauerte, ließen sich Sebastian Kurz und Werner Kogler nicht in die Karten blicken.
Für Freitag haben sich die Verhandler noch einmal viel vorgenommen. Sondiert wird in drei Blöcken (10 bis 12.30 Uhr, 13.30 Uhr bis 16 Uhr, 19 bis 22 Uhr). In den Pausen werden andere Parteigranden über die Gespräche informiert. Schließlich ist dann Schluss mit Sondieren.
Sollte man sich einig werden, tagt nach "Heute"-Informationen am Sonntag der erweiterte Bundesvorstand der Grünen. Neben den acht Vorstandsmitgliedern sitzen in diesem Gremium je ein Vertreter der Nationalräte, des EU-Parlaments, der ethnischen Minderheiten und der Grünen Bildungswerkstatt sowie je zwei Vertreter der Landesparteien.
30 Personen entscheiden also, ob die Grünen tatsächlich in Koalitionsverhandlungen eintreten. Kurz will seine Partei rasch nach Sondierungsende über das Ergebnis informieren.
Mit wem Verhandlungen aufgenommen werden, kann er seit der ÖVP-Reform selbst entscheiden. Geschieht das schon am Freitag? "Ja, vielleicht", so Kurz.