Kurz und Faßmann stellen Neuerung im Schulsystem vor

Bildungsminister Heinz Faßmann und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Archivbild
Bildungsminister Heinz Faßmann und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). ArchivbildMichael Gruber / EXPA / picturedesk.com
Die Digitalisierung hält Einzug in die österreichischen Schulen. Am Mittwoch gab die Bundesregierung den Startschuss für Laptop- und Tablet-Klassen

Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Bildungsminister Heinz Faßmann am Mittwoch den Start der Laptop- und Tablet-Klassen in Österreich bekannt.

150.000 Schüler der 5. und 6. Schulstufen erhalten ab Herbst Laptops oder Tablets. Beinahe alle Schulen des Landes (93 Prozent) nehmen an der Aktion teil. Auch Lehrer werden mit digitalen Endgeräten ausgestattet.

Die Bildungseinrichtungen haben sich das ganze Jahr über auf den Startschuss vorbereitet: Infrastruktur, Fortbildungen der Lehrkräfte – 30.000 absolvierten Online-Kurse dazu – und pädagogische Konzepte wurden überarbeitet und auf neusten Stand gebracht. Bei der Einführung wird dann zur Unterstützung eine eigene Hotline eingerichtet.

Klasse endet nicht in der Schule

Halligalli soll es durch die moderne Technik in den Klassen aber nicht geben: "Dadurch weitet sich die Klasse erfahrungsgemäß auch auf den Online-Raum und auf die unterrichtsfreie Zeit aus. Seien Sie sich dessen bewusst, dass die Klasse nicht in der Schule endet", heißt es in einer Infobroschüre der Österreichischen Agentur für Bildung und Internationalisierung (OEAD), die Klassenvorstände über ihre neuen Aufgaben aufklären soll. 

Den Schülern müsse gezeigt werden, dass die Regeln und Pflichten in der Klasse genauso im Online-Raum zu gelten haben. Im Gegenzug sollen die Lehrer sicherstellen, dass die Kinder "nicht die ganze Zeit am Bildschirm" hängen.

Neue Pflichten für Eltern

Auch auf die Eltern kommen Pflichte zu. Sie müssten dafür Sorge tragen, dass die Geräte sowie alles an Zubehör (Kopfhörer, Maus, Tablet-Stifte, etc.) immer einsatzbereit sind. Das umfasst nicht nur das Aufladen, sondern auch das Installieren benötigter Programme. Zusätzlich müssen die Erziehungsberechtigten regelmäßig die erforderlichen Updates durchführen.  

Für die Zeit nach der Schule sollen Eltern gemeinsame Regeln für die Mediennutzung daheim mit ihren Kindern definieren und generell offen für Online-Aktivitäten sein, sowie eine "gute Gesprächsbasis" zu der Thematik bieten.

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