Kurz verrät, wann er gegen Corona geimpft wird

Bundeskanzler Sebastian Kurz.
Bundeskanzler Sebastian Kurz.Florian Schroetter / EXPA / picturedesk.com
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wartet weiter auf seine Corona-Schutzimpfung. Im "Heute"-Interview hat er nun ausgeplaudert, wann es so weit ist.

Laut dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums haben derzeit (Stand 27. Mai) insgesamt 3.500.289 Menschen, das entspricht 46,48 Prozent der impfbaren Bevölkerung, mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten, 1.395.193 (18,53 Prozent) haben bereits einen vollständigen Impfschutz.

Über 3,5 Millionen Personen in Österreich haben also bereits den ersten "Stich" gegen das Coronavirus bekommen, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gehört aber noch nicht dazu. Stattdessen muss der 34-jährige VP-Chef weiter auf seinen ersten Impftermin warten.

Noch vor rund einer Woche hatte Österreichs Regierungschef bei einer Pressekonferenz mitgeteilt: ""Wir wissen, dass viele jüngere Menschen, so wie ich zum Beispiel, sehnsüchtig auf ihren Impftermin warten." Doch das Tempo bei den Impfungen schreitet mit Hochtouren voran – und auch Kanzler Kurz ist bald an der Reihe.

"Werde Anfang Juni dran sein"

Im "Heute"-Interview hat der VP-Chef nun verraten, wie es um seine Schutzimpfung bestellt ist. "Ich habe noch keinen genauen Impftermin, aber ich weiß, dass ich jetzt Anfang Juni auch dran sein werde", stellt Kurz klar. Es seien im April "Gott sei Dank" die Über-65-Jährigen geimpft worden und sein Ziel sei es immer gewesen, "dass die über 50-Jährigen im Mai geimpft werden."

Das habe man "übererfüllt", so Kurz. Viele Bundesländer hätten diese Gruppen sogar bereits abgeschlossen. "Und jetzt ist die Impfung für alle Altersgruppen geöffnet. Das heißt, dass auch Leute in unserem Alter bald an der Reihe sein werden", erklärt Österreichs Kanzler im Gespräch mit "Heute.at"-Chefredakteur Clemens Oistric weiter. Und: "Ich rechne also damit, dass ich mich wahrscheinlich in den nächsten Wochen so wie geplant impfen lassen werde können."

Kurz lässt sich mit AstraZeneca impfen

Auf die Frage, ob er sich auch weiterhin mit AstraZeneca impfen lässt, antwortete Kurz: "Ja, ich bleibe dabei. Ich habe immer angekündigt, dass ich mich mit AstraZeneca impfen lassen werde und zwar auch in einer Zeit, in der viele dem Impfstoff nicht so vertraut haben, um der Bevölkerung auch zu zeigen, dass wir allen Impfstoffen vertrauen können, die zugelassen sind."

Und weiter: "Daher halte ich mich sicherlich auch an das, was ich gesagt habe und werde mich mit AstraZeneca impfen lassen." Angesprochen darauf, ob es womöglich auch bei Biontech/Pfizer zu Lieferverzögerungen kommen könnte und Impftermine wackeln würden, stellte der VP-Chef unmissverständlich klar:

"Nein, die wackeln nicht. Die Impflieferungen finden wöchentlich statt und es kann immer sein, dass einmal ein paar tausend Dosen weniger und dann wieder ein paar tausend Dosen mehr geliefert werden. Aber grundsätzlich halten die Liefertermine mittlerweile sehr gut. Es gibt eine ordentliche Planbarkeit und die Impfung schreitet auf Hochtouren voran."

Österreich sei innerhalb der Europäischen Union auch unter den Ländern, die "am effizientesten und schnellsten impfen". Daher könne man auch das Versprechen einhalten und "bis Anfang des Sommers jedem eine Impfung anbieten, der dies auch möchte." 

Kreuzimpfung in Österreich ein Thema?

Im Gespräch mit "Heute" äußerte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz auch zu der Möglichkeit einer Kreuzimpfung - z.B.: erste Impfung mit AstraZeneca und die zweite Impfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna. Im Gegensatz zu Österreich ist die Gesprächsbereitschaft dazu etwa im Nachbarland Deutschland weiter fortgeschritten. Aber warum tritt Österreich hier so auf die Bremse?

Dazu Kurz: "Das ist eine Entscheidung der Wissenschaft und ich verfolge diese Diskussionen natürlich. Und ja, diese Möglichkeit gibt es. Aber ich vertraue hier auf unser Nationales Impfgremium und das trifft die Entscheidungen, wie die Impfungen angewandt werden, in welchem Abstand und in welcher Zusammensetzung." Und Österreichs Kanzler sei bisher stets damit "gut gefahren auf diese Impfgremium zu hören".

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