Für Hayden Panettiere war Kaya ihr größtes Glück – gleichzeitig wurde die Beziehung zu ihrer Tochter zu einem der emotionalsten Kapitel ihres Lebens.
Die Schauspielerin, die am Sonntag überraschend im Alter von nur 36 Jahren starb, bekam Kaya im Dezember 2014 gemeinsam mit Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko. Nach der Trennung ihrer Eltern lebte das Mädchen schließlich bei seinem Vater.
Eine Entscheidung, für die Panettiere über Jahre immer wieder kritisiert wurde. Erst wenige Monate vor ihrem Tod sprach sie ausführlich darüber und wehrte sich gegen die Vorstellung, sie habe ihr Kind einfach aufgegeben.
"Die Vorstellung, dass irgendjemand denkt, ich hätte mein Kind einfach weggegeben und wäre damit einverstanden gewesen, ist herzzerreißend", sagte sie im Mai im Podcast "On Purpose". Nichts könne weiter von der Wahrheit entfernt sein.
2018 hatte Panettiere das Sorgerecht für Kaya an Klitschko abgegeben. Zu dieser Zeit kämpfte sie mit Alkohol- und Medikamentenproblemen sowie den Folgen einer schweren postpartalen Depression. Sie selbst sah sich damals nicht in der Lage, ihrer Tochter die nötige Stabilität zu bieten.
Wie schwer ihr die räumliche Trennung fiel, beschrieb sie in ihren erst in diesem Jahr erschienenen Memoiren "This Is Me: A Reckoning". Nicht jeden Tag mit Kaya unter einem Dach zu leben, sei die "qualvollste Erfahrung" ihres Lebens gewesen.
Trotz der Entfernung betonte Panettiere zuletzt, eine enge Bindung zu ihrer Tochter zu haben. Sie schwärmte von Kayas Intelligenz und emotionaler Reife und sprach über ihre Interessen – darunter Schwimmen, Reiten und Schach.
Besonders wichtig war Panettiere, dass Kaya eines Tages versteht, warum ihre Mutter diese Entscheidung getroffen hatte. In ihren letzten Interviews machte sie deutlich, dass sie ihrer Tochter ein stabiles Leben ermöglichen wollte, während sie selbst versuchte, wieder gesund zu werden.
Nun bekommt diese Geschichte eine besonders traurige Bedeutung. Hayden Panettiere starb am Sonntag, nur wenige Tage vor ihrem 37. Geburtstag. Eine Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben; die Umstände ihres Todes werden untersucht.