Nick Kyrgios hat das Show-Match "Battle of the Sexes" in Dubai gegen Aryna Sabalenka klar gewonnen. Der Australier, der 2022 im Wimbledon-Finale gestanden ist und zuletzt eher als Influencer unterwegs war, setzte sich gegen die Nummer eins im Damentennis mit 6:3 und 6:3 durch.
Sabalenka, 27 Jahre alt und bekannt für ihr kraftvolles Spiel, hatte in etwas mehr als einer Stunde kaum eine echte Chance gegen den Weltranglisten-671. Kyrgios nahm das Match zeitweise locker, spielte die Bälle ins kleinere Feld der Gegnerin, scherzte herum und lobte Sabalenka sogar für ihre starken Aufschläge.
Bei diesem Geschlechtervergleich war das zweite Service für Kyrgios nicht erlaubt. Diese Regel sollte der Frau einen Vorteil verschaffen. Sabalenka gelangen zwar einige gute Punkte und sogar Breaks, aber an einen Sieg war nie zu denken.
"Ich habe ihm einen harten Kampf geliefert. Man hat gesehen, dass er müde wurde. Für das nächste Mal kenne ich seine Taktik, Stärken und Schwächen", sagte Sabalenka nach dem Spiel. Kyrgios meinte: "Es war ein wirklich hartes Match. Ich bin nicht überrascht. Sie hat meinen Aufschlag mehrere Male gebreakt. Ich würde gern nochmal gegen sie spielen. Es war ein Spektakel, ein großer Schritt nach vorn für das Tennis."
Das Schaumatch kam auch deshalb zustande, weil beide von derselben Management-Agentur vertreten werden. Deshalb fehlte auch der ernste Hintergrund der ersten "Battle of the Sexes". Die Tennis-Legende Billie Jean King, mittlerweile 82, erklärte der BBC: "Es ist nicht dasselbe. Bei uns ging es um sozialen Wandel, kulturell gesehen, wo wir 1973 standen. Bei diesem Match nicht." Damals habe sie gewusst, dass sie den 55-jährigen Chauvinisten Riggs "schlagen musste", nachdem dieser zuvor Margaret Court im ersten "Battle of the Sexes" besiegt und das Damentennis verspottet hatte.
Am Sonntag stand aber vor allem die Show im Mittelpunkt. Die Spieler kamen wie Boxer zu lauter Musik in die Arena, die 17.000 Zuschauer fasste. Sabalenka trug dabei einen silbernen Glitzermantel und marschierte zu "Eye of the Tiger" ein. In der ersten Reihe saßen Internetstars und Fußballgrößen wie Ronaldo und Kaka. Während eines Timeouts tanzte Sabalenka sogar den Macarena.