Egal ob Casual oder am Weltparkett unterwegs: Lady Diana wusste, dass stets alle Augen auf sie gerichtet waren. Ein Mode-Fehltritt und es hätte mehr gegeben als nur einen Rüffel von der Queen. Die gesamte Weltpresse urteilte ununterbrochen über jeden Schritt und jedes Kleid.
Mit einer Heerschar an Fotografen vor der Haustür war Lady Diana aber auch Lautsprecher der Modewelt. Designer wie Versace und Armani hofierten sie. Unbekannten Namen, wie der Britin Christina Stambolian oder Jasper Conran kamen ebenfalls zum Zug und wurden Dank Diana einem größeren Publikum bekannt. Diese Funktion übernahm später auch Schwiegertochter Catherine Middleton.
Dass sie genau über die Symbolik von Mode Bescheid wusste, bewies auch ihr Unwillen weiße Handschuhe (wie früher bei Royals üblich) zu tragen. Da Lady Diana den Kontakt mit Menschen selten scheute, wollte sie sich nicht mit Handschuhen distanzieren. Berühmt wurde ihr Treffen mit einem AIDS-Kranken 1987, dem sie vor laufenden Kameras die Hand schüttelte, um ein Zeichen gegen das gesellschaftliche Stigma der Krankheit zu setzen.
Schulterfrei und hochverschlossen.
Spätestens als in der Beziehung mit Prince Charles Risse entstanden, wandelte die Prinzessin langsam ihren Kleidungsstil. Mädchenhafte Rüschen verschwanden, ein klarer Stil und enganliegende Kleider waren ab da ihre Fashion-Must-haves und sie ließ sich von der Designerin Catherine Walker für ihren neuen Stil beraten.
Hochgeschlossen und langärmelig waren zwar nach wie vor manchmal noch dabei, doch bei Roben war schulterfrei angesagt. Stumme Zeugen sind die beiden Kleider "Revenge Dress" (getragen bei einer Gala am Abend, als Prince Charles die Scheidung verkündete) und "Travolta Dress", die Lady Diana wohl wählte, um ein selbstbewusstes Zeichen zu setzen.
Übrigens kam Lady Diana 2017 wieder in einen royalen Palast zurück. Im Kensington Palace, ihrem langjährigen Wohnsitz während ihrer Ehe mit Prince Charles, wurde ihre Garderobe in der Ausstellung "Her Fashion Story" gezeigt. (mia )