Heute zählen Robert Geiss (62) und Carmen Geiss (61) zu den bekanntesten TV-Millionären Deutschlands. Doch ihre ersten Schritte im Reality-TV brachten dem Ehepaar deutlich weniger Geld ein, als viele vermuten würden.
In einem Gespräch mit dem Unternehmer Markus Baulig (31) auf YouTube blickten die Geissens auf ihre TV-Anfänge zurück. Dabei verrieten sie auch, welche Gage sie für ihre ersten Auftritte in der Vox-Auswanderer-Doku "Goodbye Deutschland" erhielten.
"Der erste Vertrag waren sechstausend, für sechs Folgen", erinnert sich Robert Geiss. Rückblickend könne er darüber nur schmunzeln. Sein Urteil fällt deutlich aus: "Ne lächerliche Nummer."
Auch Carmen Geiss sieht das ähnlich. "Hätten wir das ein Leben lang gemacht, wären wir irgendwann pleite gewesen", sagt sie. Allein die Kosten, ihr Boot für einen einzigen Tag zu nutzen, lägen bereits deutlich über 6.000 Euro.
Nicht nur die vergleichsweise niedrige Bezahlung sorgte damals für Unzufriedenheit. Nach Angaben der Geissens verfügte die Produktionsfirma von "Goodbye Deutschland" über umfangreiche Rechte an den Dreharbeiten.
Egal ob ihre Villa oder andere private Besitztümer – überall, wo gefilmt wurde, habe letztlich der Sender entschieden. Für Carmen war das schwer hinzunehmen: "Wir sind keine Angestellten. Wir können uns nicht unterordnen."
Nach dem Erfolg bei "Goodbye Deutschland" bekam das Ehepaar mit "Die Geissens" rasch eine eigene TV-Show. Doch auch mit dem neuen Format sei es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten gekommen.
Schließlich entschloss sich die Familie, die RTLZWEI-Sendung selbst zu produzieren. Carmen erinnert sich jedoch, dass dieser Schritt zunächst alles andere als einfach gewesen sei. Die Anfangszeit sei der blanke "Horror" gewesen.
"Wir sind so verarscht worden am Anfang", erzählt sie offen. Damals habe sich die Familie wie ein "Goldfisch im Haibecken" gefühlt. Weil ihnen die Erfahrung gefehlt habe, seien sie sowohl von Mitarbeitern als auch von Geschäftsführern ausgenutzt worden.
Trotz der schwierigen Anfangsphase habe sich der Schritt in die Eigenproduktion letztlich bezahlt gemacht. Robert Geiss zieht ein positives Fazit: "Was dich nicht tötet, macht dich nur härter, und insofern haben wir auch das auf die Reihe bekommen."