Einer schweren Verletzung als 13-Jährige zum Trotz zählt Caroline Bredlinger (24) aus Trausdorf (Bgld.) zu Österreichs erfolgreichsten Leichtathleten – die explosive 800-Meter-Läuferin kämpft um Plätze und Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften.
Auf ihrem Weg zu Weltelite wurde die 24-Jährige beinahe brutal aus der Bahn geworfen. "Als ich 13 Jahre alt war, schoss mich am Halloween-Abend in Großhöflein ein Betrunkener von einer Terrasse mit einem Gewehr an", erinnert sie sich im Gespräch mit "Heute". Völlig aus dem Nichts traf die Kugel aus der Jagdwaffe des Schützen die Teenagerin. Ein stechender Schmerz an der Hüfte, dann sackte das Nachwuchstalent zusammen, konnte den Fuß nicht mehr bewegen. "Das Projektil streifte meinen Nerv, zersprang an meinem Hüftknochen in 24 Teile. Kein Arzt traute sich damals, mich zu operieren", erzählt die Profisportlerin.
Zunächst hieß es, sie könne in drei Wochen wieder laufen. Doch aus Wochen wurden Monate, jahrelang kämpfte sich die Burgenländerin trotz Schmerzen und psychischen Blockaden zurück an die Spitze. "Ich wusste am Anfang nicht, ob ich meinem Körper vertrauen kann. Das Mentale war das Schlimmste." Bis heute ist ihr verletztes Bein schwächer. Bei langem Sitzen und Temperaturwechseln spürt sie die Metallteile noch. "Aber ich lasse mich davon nicht mehr stoppen", tönt die WM-Teilnehmerin von 2025 – obwohl selbst internationale Reporter sie dort zum Vorfall interviewen wollten.
Doch Bredlinger, die noch bis 9. März bei der Wahl vom Magazin "Die Burgenländerin" zur Burgenländerin des Jahres gewählt werden kann, will fortan sportlich für Schlagzeilen sorgen – "am liebsten mit einer Goldenen 2028 bei Olympia in Los Angeles", darf die Trausdorferin träumen. Dafür trainiert sie bei jedem Wetter zweimal täglich mit Mama, die einst selbst sportlich erfolgreich war. Nur Mischlingshund "Lio" verweigert das rasante Lauftempo der glücklich vergebenen Justizwachebeamtin, "weil er viel zu verspielt und neugierig ist", lacht das Sport-Ass.