Lage kritisch: In diesen Orten müssen Schulen zusperren

Corona-Teststraße in Oberösterreich
Corona-Teststraße in OberösterreichDaniel Scharinger / picturedesk.com
Gleich vier Gemeinden in Oberösterreich weisen eine 7-Tages-Inzidenz über 1.000 auf. Die Gesundheitsbehörde beurteilt die aktuelle Lage als kritisch.

Die Corona-Zahlen steigen im ganzen Land. Am Samstag wurden bundesweit 3.023 Neuinfektionen vermeldet. In einigen Gemeinden im Bezirk Perg in Oberösterreich ist die Lage besorgniserregend.

So liegt etwa in Pabneukirchen, Bad Kreuzen, Dimbach und St. Georgen die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner über 1.000, berichtet die APA. Die Gesundheitsbehörde beurteilt die aktuelle Situation in den Gemeinden epidemiologisch als kritisch, hieß vom Krisenstab des Landes.

Wie die bisherige Nachverfolgung zeigte, seien die Infektionen von einer privaten Fallhäufung, einem örtlichen Unternehmen, einer Bildungseinrichtung und auf verschiedenen Familien zurückzuführen.

Schulen wieder im Distance Learning

Es wurden bereits in den letzten Tagen Maßnahmen gesetzt. In den Schulen wird kommende Woche wieder auf Distance Learning umgestellt, auch die Kindergärten haben ihren Betrieb eingestellt. Eine unbedingt notwendige Betreuung sei aber weiterhin möglich.

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Zudem gebe es eine umfangreiche PCR-Testaktion in Unternehmen, Schulen und Kindergärten. Gleichzeitig wird die Bevölkerung über die Bürgermeister mit Postwürfen informiert und aufgefordert, die Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Im Bezirk Perg liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 345. Laut Vorgabe der Bundesregierung sind ab dem Wert von 400, der über sieben Tage anhält, Ausfahrtskontrollen vorgesehen. Dann dürfen die Einwohner nur noch mit einem negativen Testergebnis den Ort verlassen.

"Können Bezirke nicht wie in Tirol abriegeln"

"Wir haben in einem Flächenbundesland wie Oberösterreich die Herausforderung, dass wir Bezirke nicht wie etwa in Tirol abriegeln können, weil die Zufahrtsstraßen klar sind", sagte Carmen Breitwieser, Leiterin des Krisenstabes des Bundeslandes. Man arbeite mit der Polizei und dem Bundesheer an Konzepten. "Wir hoffen allerdings, dass wir diese nicht brauchen", so Breitwieser.

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