Nach Olympia-Aus

Lamparter tief bestürzt: "Fühle mich innerlich leer"

Das IOC  hat die Nordische Kombination aus dem Programm der Winterspiele 2030 gestrichen. Im ÖSV ist die Enttäuschung riesig.
Sport Heute
08.07.2026, 07:14
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Das IOC hat die Nordische Kombination endgültig aus dem olympischen Programm gestrichen. Die Entscheidung sorgt im österreichischen Wintersport für große Enttäuschung und Zukunftssorgen.

Mit den Winterspielen 2030 endet eine lange Tradition: Seit der Olympia-Premiere 1924 in Chamonix war die Nordische Kombination fixer Bestandteil der Winterspiele. Österreich zählt mit insgesamt 19 Olympiamedaillen, darunter drei Goldene, zu den erfolgreichsten Nationen in dieser Disziplin. Dennoch hatte die Sportart zuletzt immer stärker unter Druck gestanden. Laut Studien zählt sie mittlerweile zu den am wenigsten beliebten Wintersportarten beim Publikum.

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ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher reagierte entsprechend schockiert. "Das ist eine Hiobsbotschaft für den österreichischen Wintersport. Kaum eine andere Disziplin steht so sehr für Tradition und eine österreichische Erfolgsgeschichte. Wir sind zutiefst enttäuscht, dass die Weiterentwicklung dieser Sportart nicht ausreichend berücksichtigt wurde", erklärte der Ex-Weltmeister.

Stecher sieht die Folgen weit über die Nordische Kombination hinaus. "Auch das Skispringen ist unmittelbar betroffen. Ohne olympische Perspektive wird es langfristig schwieriger, Schanzenanlagen zu erhalten. Am schwersten wiegt aber, dass vielen jungen Talenten mit einem Schlag die Zukunftsperspektive genommen wird."

Gemeinsam mit dem Weltverband FIS wolle der ÖSV nun weiter für die Sportart kämpfen. "Wir werden alles daransetzen, die Nordische Kombination stark zu halten und ihr auch künftig eine attraktive Bühne zu bieten."

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Auch bei den Athleten sitzt der Schock tief. Johannes Lamparter, der bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina zwei Silbermedaillen gewann, zeigte sich tief getroffen. "Ein Traum ist gerade zerbrochen. Ich fühle mich innerlich leer", sagte der Tiroler.

Cheftrainer Christoph Bieler blickt ebenfalls mit Sorge in die Zukunft. Vor allem die Fördergelder könnten nun zum Problem werden. "Man muss schauen, wie es international mit den Förderungen weitergeht. In vielen Ländern dreht sich im Spitzensport alles um Olympia."

Während die Nordische Kombination ihren Platz verliert, nehmen andere Bewerbe künftig ihren Platz im Olympia-Programm ein. Neu dabei sind Freeride und Synchron-Eiskunstlauf. Gute Nachrichten gibt es hingegen für die Snowboarder: Der Parallel-Riesenslalom bleibt weiterhin olympisch.

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