Nach der Flüchtlingstragödie vor der Mittelmeerinsel Lampedusa sind am Sonntag aus dem gesunkenen Boot weitere Leichen geborgen worden. Eine genaue Anzahl stand vorerst aber noch nicht fest. Italiens Premier Enrico Letta erklärte sich nun bereit, das Einwanderungsgesetz zu überdenken.
worden. Eine genaue Anzahl stand vorerst aber noch nicht fest. Italiens Premier Enrico Letta erklärte sich nun bereit, das Einwanderungsgesetz zu überdenken.
Das Schiff mit Flüchtlingen, die überwiegend aus Somalia und Eritrea stammten, war am Donnerstagmorgen mehrere hundert Meter vor der Küste Lampedusas gekentert.
Einwanderungsgesetz ändern
Italiens Premier Enrico Letta bereit erklärt, das restriktive Einwanderungsgesetz zu überdenken, das seit 2002 in Italien in Kraft ist und vor allem vom Mitte-rechts-Lager verteidigt wird.
Das Gesetz war vom ehemaligen Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, und vom Gründer der ausländerfeindlichen Partei Lega Nord, Umberto Bossi, entworfen worden und trägt die Namen der beiden Politiker.
Das strenge Gesetz zwinge immer mehr Migranten, illegale Wege zur Einwanderung nach Italien zu suchen, behaupten seine Kritiker.