Land erlaubt jährliche Tötung von 50 Fischottern

Symbolfoto eines Fischotters.
Symbolfoto eines Fischotters.Bild: iStock
Lange diskutiert, wild umstritten, jetzt fixiert: Bis 2023 dürfen jedes Jahr 50 Fischotter in Niederösterreich getötet werden.

Die Landesregierung vereinbarte in ihrer Sitzung, dass künftig maximal 50 Fischotter pro Jahr in Niederösterreich erlegt werden dürfen. Die Verordnung gilt bis zum Jahr 2023. Das Ziel soll ein ökologisches Gleichgewicht sein, keine Tierart solle bevorzugt und andere gefährdet werden. Vor allem Teichwirte im Waldviertel haben mit der Fischotterpopulation zu kämpfen.

Die Tiere dürfen nur von November bis Februar und nur durch "echte" Jäger getötet werden. Die Verordnung gilt jeweils beginnend mit Juni, der Abschuss endet damit also quasi mit Februar 2023. Man geht davon aus, dass man durch die 50 "Entnahmen" pro Jahr die Population der Fischotter in Niederösterreich nicht gefährdet, dadurch einzelne Teiche aber besser vor den Tieren schützen könne. Auch der von der Landesregierung bestellte Umweltanwalt bezeichnet die Entscheidung als "begründet" und "rechtlich in Ordnung".

Heftige Kritik kommt indes weiterhin vom WWF, die Tierschützer sehen das ganz anders und starteten eine Petition – "Heute" berichtete bereits. "Das ist ein grausamer Angriff auf eine europaweit streng geschützte Art. Die Population des einst fast ausgestorbenen Fischotters erholt sich gerade erst wieder. Ein Freibrief für Abschüsse auf Basis willkürlicher Annahmen torpediert diesen Naturschutzerfolg und widerspricht den EU-rechtlichen Vorgaben", sagt Christina Wolf-Petre von WWF Österreich und fordert die sofortige Rücknahme der Entscheidung.

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