Niederösterreich

Landesbudget: Wegen Corona verzehnfacht sich Defizit

Das für 2020 angepeilte Defizit im nö. Landesbudget wird sich laut Finanzlandesrat Schleritzko (VP) fast verzehnfachen. Grund: Die Corona-Krise.
Erich Wessely
24.09.2020, 19:59

Das für 2020 angepeilte Defizit im niederösterreichischen Landesbudget von 76 Millionen Euro wird sich Corona-bedingt wohl fast verzehnfachen. Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) rechnete am Donnerstag mit einem Abgang von rund 750 Millionen Euro. Im Landtag beschlossen werden soll der Nachtragshaushalt am 21. Oktober. Eindringlich gewarnt wurde von Schleritzko in einem Online-Gespräch mit Journalisten vor den Konsequenzen eines zweiten Shutdowns.

Corona-Haushalt für 2021

Gemeinsam mit dem Nachtragsbudget für 2020 wird auch der Corona-Haushalt für 2021 in der Landtagssitzung im Oktober beschlossen. Gerechnet wird für das kommende Jahr mit einem Defizit in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro. "Einnahmenausfälle und zusätzlich notwendige Ausgaben zur Bewältigung der Krise führen zu diesen hohen Abgängen", bekräftigte Schleritzko. Am 6. Oktober wird die Landesregierung die beiden Budgets beschließen. Am 15. Oktober folgt die Behandlung im Wirtschafts- und Finanzausschuss des Landtags.

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1,5 Mrd. an Einnahmen fehlen

Die Corona-Pandemie habe dem Land Niederösterreich und den Gemeinden im Bundesland bisher fast 1,5 Milliarden Euro an Einnahmen für 2020 und 2021 gekostet, hob Schleritzko hervor. Im Optimalfall könne sich die Wirtschaft bis Ende 2021, in einem langsameren Szenario bis Ende 2023 zurückkämpfen. "Ein zweiter Shutdown würde eine Erholung aber massiv ausbremsen." Bis 2025 wäre es dann wohl unmöglich, "auf Vor-Pandemie-Niveau aufstocken" zu können, mahnte der ÖVP-Politiker unter anderem die Einhaltung der Hygienemaßnahmen ein.

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