Schon der Start der Massentests vor Weihnachten stand in Oberösterreich unter keinem guten Stern. Das Anmeldesystem war am Samstag völlig ausgelastet, brach unter dem Ansturm der Anfragen zusammen. Laut "Heute"-Informationen hat es am Samstag bis zu 50.000 Zugriffe auf den Anmeldesystem gegeben - in der Sekunde!
Zudem waren die Termine vor Weihnachten innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Es hagelte Kritik.
Und die brach am Sonntag bei den ersten Tests nicht ab, wie ein "Heute-Lokalaugenschein in Linz zeigt. Dort wird in der Glimpfingerstraße in der Berufsschule 8 getestet. Und schon um 9 Uhr bildete sich vor dem Gebäude eine lange Warteschlange. Bei nur 2 Grad mussten die Menschen lange im Freien ausharren. Viele kehrten entnervt und vor allem verärgert um.
Das Problem: Wie eine Blitzumfrage von "Heute"zeigte, waren nicht nur Menschen gekommen, die einen Termin hatten, sondern auch viele andere, die es auf gut Glück versuchten.
Offenbar ist der Bedarf an Tests vor den Weihnachtstagen, an denen sich die Menschen zumindest mit ihrer Familie treffen wollen, bedeutend größer, als bei den Massentests Anfang Dezember.
Die Verantwortlichen beim Land Oberösterreich haben auf jeden Fall nicht mit diesem enormen Andrang gerechnet, denn sonst hätte man wohl nicht nur fünf Teststandorte in ganz Oberösterreich bereitgestellt.
Am Sonntag wurde deshalb auch beim Land Oberösterreich mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Zu Mittag war dann klar: Die Stadt Linz stellt ab Montag das Design Center mit sechs neuen Teststraßen als zusätzlichen Standort für kostenlose Antigen-Schnelltests zur Verfügung. Aber Achtung: Dort waren die Termine für den 24. Dezember nur zwei Stunden nach der Ankündigung schon wieder vollständig ausgebucht.
Sowohl in der Stadt Wels wie auch in der Stadt Steyr werden in den kommenden Tagen zusätzliche Testkapazitäten geschaffen, darüber hinaus werden auch die bisherigen vier Standorten in Vöcklabruck, Bad Leonfelden, Ried im Innkreis und Schlierbach ausgebaut.