Moses Usor ist der Topscorer von Cupsieger und Tabellenführer LASK, Musterschüler von Trainer Didi Kühbauer und brachte die Linzer am Sonntag in der 31. Bundesligarunde gegen Salzburg mit zwei langen Einwürfen, die zu Toren führten, auf die Siegerstraße. Die "Athletiker" gewannen 2:1, warfen die Gäste damit aus dem Titelrennen und können kommende Woche bei der Austria das Double fixieren. Ein Sieg oder ein Punkt reicht fix, selbst eine Niederlage, sollte Sturm parallel gegen Rapid nicht gewinnen.
Bitter: Schlüsselspieler Usor jubelte nach dem Schlusspfiff mit Krücken vor dem Linzer Fan-Klub und wird beim Finale in Wien ebenso nicht mitwirken können wie Abwehrstütze Keba Cisse. Letzterer fehlt nur gelbgesperrt – wie auf der Gegenseite ÖFB-Legende Aleks Dragovic. Bei Usor hingegen befürchtet Kühbauer Schlimmes.
Der Erfolgstrainer sagte: "Es hat mit dem Knie zu tun. Er wird nächste Woche garantiert ausfallen. Mir gehts aber nicht um das Spiel, sondern um den Mo. Ich hoffe, dass es keine Kreuzbandverletzung ist. Aber es wird eine Verletzung sein."
Usor hatte dem LASK bereits letzte Saison mit einem Kreuzbandriss gefehlt.
Über den letzten Schritt in Richtung Titel sagt Torschütze Kasper Jörgensen: "Es ist der nächste Sieg für uns. Leider haben wir den Titel nicht holen können. Hoffentlich schaffen wir es nächste Woche."
Kapitän Sascha Horvath könnte ausgerechnet bei seinem Ex-Klub Austria das Meisterstück schaffen. Was er darüber denkt? "Ich habe meine Kindheit und Jugend dort verbracht. Aber in meinem Kopf ist nur der LASK. Meine Freundin ist aus Linz, mein Kind ist in Linz zur Welt gekommen. Ich kann mir schon was in Linz suchen. Wir werden es darauf anlegen, das Spiel zu gewinnen. Auf 0:0 gehen, ist nie eine gute Idee."
Von Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch gibt es indes vor dem Fernduell eine Ansage: "Wir haben heute auch den Vize-Meistertitel schon abgesichert, worüber wir uns sehr freuen. Jetzt spiele ich den Ball schon zum LASK für nächste Woche. Wir haben nur noch was zu gewinnen, sie was zu verlieren."