LASK-Krimi: Polizei war schon mehrmals bei den Linzern

Jürgen Werner, Valerien Ismael
Jürgen Werner, Valerien Ismaelgepa
Wird der Trainings-Skandal des LASK zu einer Kriminal-Geschichte? Wegen verbotener Trainings stehen die Linzer in der Kritik. Die Polizei war schon öfter zu Gast und ermittelt auch aus anderen Gründen.

Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Bundesliga kamen brisante Videos an die Öffentlichkeit, die zeigen sollen, wie beim LASK verbotene Teamtrainings stattfinden und die Hygiene-Auflagen missachtet werden. Die Linzer bestreiten die Echtheit der Aufnahmen nicht, sehen jedoch die Ansteckungsgefahr als minimal an. Die Polizei war trotzdem schon mehrmals zu Gast.

Einerseits bereits vergangenen Freitag, um zu ermittelt, ob beim Training alles mit rechten Dingen zugeht. Denn der Verdacht, dass sich der LASK nicht an die ausgemachten Regeln halten würde, bestand schon länger. Die Funkstreife zog aber wieder ab, ohne Probleme zu melden. Doch wenige Tage später gab es eine Anzeige der Oberösterreicher.

Wenige Stunden vor Veröffentlichung des Videos erklärten sie, Unbekannte seien auf das Klubgelände eingedrungen und haben illegale Überwachungskameras angebracht. Passiert sei das in der Nacht auf Mittwoch um 3.22 Uhr. Ob die Trainings-Videos von diesen illegalen Kameras stammen, ist offen.

Tatsache ist: Die Polizei bestätigte die Anzeige der Linzer. Es werden "Ermittlungen gegen zwei Personen und mögliche Hintermänner wegen des Verdachts des Einbruchs, des Missbrauchs von Tonaufnahme- oder Abhörgeräten und Wirtschaftsspionage aufgenommen", erklärt Polizeisprecher David Furtner.

Gegen den LASK dagegen laufen Ermittlungen der Bundesliga. Die möglichen Strafmaßnahmen reichen von einer Ermahnung über Punkteabzüge bis hin zu Zwangsabstieg und Ausschluss aus dem ÖFB.

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