Der LASK kann sich den Frust von der verspielten Meisterschaft noch nicht von der Seele schießen. Nach den verbotenen Mannschaftstrainings, dem Punkteabzug und dem Corona-Re-Start verloren die Linzer die Tabellenführung aus dem Grunddurchgang, rutschten in der Meisterrunde auf Tabellenrang vier ab.
Trainer Valerien Ismael flog raus, Ex-Frauen-Teamchef Dominik Thalhammer folgte ihm nach. Unter seiner Leitung verloren die Linzer nun zum vierten Mal in Serie. Die Athletiker mussten sich am Samstag dem deutschen Zweitligisten Karlsruhe im Testspiel mit 0:2 geschlagen geben. Für den KSC trafen Philipp Hofmann und ÖFB-Legionär Marco Djuricin.
Die Linzer kontrollierten das Geschehen über weite Strecken, versäumten es aber, Großchancen herauszuspielen. Thalhammer: "Mit dem Ergebnis können wir heute nicht zufrieden sein. Wir hatten in der ersten Halbzeit eigentlich alles im Griff und sind oft ins Angriffsdrittel gekommen. Dort haben wir uns dann aber schwer getan, gefährlich in den Strafraum und zu Torabschlüssen zu kommen. Daran müssen wir auf jeden Fall noch arbeiten. Bei den Gegentoren haben wir es dem KSC zu einfach gemacht – wie schon gegen Bremen sind Tore gefallen, die wir so nicht bekommen dürfen."
Der LASK spielte mit: Schlager (45. Gebauer); Ramsebner (72. Wiesinger), Trauner, Cheberko (45. Filipovic); Ranftl, Haudum (56. Holland), Michorl (72. Madsen), Renner (56. Andrade); Balic, Raguz, Karamoko (56. Reiter).
Dem Testspiel waren zwei Niederlagen in Vorbereitungs-Matches gegen Werder Bremen (1:4) und FK Senice (0:2) vorausgegangen. Zum Abschluss der vergangenen Saison verlor der LASK am 5. August das Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Manchester United im Old Trafford nach guter Leistung 1:2, das Hinspiel auf der Gugl hatte der Klub im Frühjahr mit 0:5 verloren.