Matchwinner in einem über weite Strecken packenden und offen geführten ÖFB-Cup-Halbfinale war Lukas Kacavenda, der in der 108. Minute zum 2:1-Siegtreffer für die Stahlstädter traf. Zuvor war es nach 90 Minuten 1:1 gestanden, hatte Fabian Rossdorfer die Gastgeber aus dem Innviertel in der 49. Minute in Front gebracht, Samuel Adeniran postwendend ausgeglichen (50.).
Adeniran war es auch, der in der Halbzeitpause im Mittelpunkt stand, beinahe auf seinen Mitspieler Kasper Jörgensen losgegangen wäre. Adeniran hatte zurückgehalten werden müssen. Am Ende jubelten die LASK-Spieler dann
Im Finale geht es am 1. Mai nun gegen SCR Altach. Gespielt wird im Klagenfurter Wörthersee Stadion.
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Die Rieder waren in der Anfangsphase das gefährlichere Team. Philipp Pomer haute in der 13. Minute aus aussichtsreicher Position drüber, beim Distanzschuss von Martin Rasner (22.) brachte Lukas Jungwirth noch die Fingerspitzen an den Ball. In der 33. Minute jubelten die Innviertler bereits über die vermeintliche Führung durch Nikki Havenaar, der Treffer des baumlangen Japaners zählte aber nicht, er hatte sich aufgestützt.
Davor vergab der LASK zwei hochkarätige Chancen, nachdem die Kühbauer-Elf gute 20 Minuten gebraucht hatte, um ins Spiel zu finden. Erst setzte sich der flinke Adeniran im Laufduell durch, schoss aus spitzem Winkel an die Innenstange (28.), zwei Minuten später nahm sich Sasa Kalajdzic den Ball nicht ideal mit. Seinen Schuss mit der Fußspitze alleine vor Ried-Schlussmann Andreas Leitner konnte der Keeper parieren (30.).
Beim LASK brodelte es dann aber. Auch, weil Adeniran bei seinem Stangenschuss nicht für den mitgelaufenen Kasper Jörgensen aufgespielt hatte. Der Däne schimpfte noch, Adeniran gestikulierte nach dem Pausenpfiff wild in Richtung seines Teamkollegen, setzte regelrecht einen Sprint an und musste zurückgehalten werden.
Nach dem Seitenwechsel ging es ähnlich hitzig weiter, fielen zwei Treffer in nur 84 Sekunden. Erst netzte Rossdorfer aus kurzer Distanz, knallte den Abpraller ins Netz (49.) – die Standardstärke der Rieder hatte sich bezahlt gemacht. Der LASK konterte sofort. Kalajdzic setzte Adeniran ein, der davonsprintete – 1:1 (50.).
Die Partie blieb flott mit Chancen auf beiden Seiten. Und auch die Innviertler trafen Aluminium, abermals nach einem langen Einwurf – die Spezialität der "Wikinger". Michael Sollbauers Kopfball ging an die Querlatte (68.). Der vermeintliche Siegtreffer durch Oliver Steurer per Kopf zählte in der 88. Minute nach einer hauchdünnen Abseitsstellung nicht. Damit ging es in die Verlängerung, in der kein Team volles Risiko ging, Rieds Kingstone Mutandwa in der 99. Minute aber den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, Joao Tornich noch dazwischen ging.
Kacavenda sorgte in der 108. Minute dann für den 2:1-Siegtreffer, auch Havenaar ging mit dem Kopf zum Ball, war wohl als letzter Spieler dran.