Philipp Wiesinger feuerte den LASK am Mittwoch ins Finale des ÖFB-Cups. Der Verteidiger verwandelte in der siebenten Minute der Verlängerung in Wolfsberg einen Foul-Elfmeter. Die Linzer siegten in einem ereignisarmen Halbfinale mit 1:0.
Damit greifen die Athletiker nach dem ersten großen Titel seit dem Double in der Saison 1964/65. Der Finalgegner ist am 29. Mai Bundesliga-Krösus Red Bull Salzburg, der Sturm Graz mit 4:0 abfertigte.
Der WAC verpasste die Chance, mit dem ersten Finaleinzug Klubgeschichte zu schreiben. Bei den Kärntnern regiert dieser Tage das Chaos. Trainer Ferdinand Feldhofer hatte nach dem Abschlusstraining drei seiner besten Spieler aus dem Kader verbannt. Neben Kapitän Michael Liendl traf es Christopher Wernitznig und Michael Novak. Klub-Boss Dietmar Riegler nahm in der Halbzeit dazu Stellung, kündigte mögliche Konsequenzen an. Auffallend dabei: Er vermied, sich schützend vor seinen Trainer zu stellen. Mehr dazu hier.
Spielerisch boten die beiden Mannschaften keinen Leckerbissen. Wolfsberg überließ den Gästen über weite Strecken den Ball und verteidigte mit einer sehr tiefen Abwehrreihe. Der LASK tat sich schwer, ihre Überlegenheit in Chancen umzuwandeln. Auf der anderen Seite strahlten aber auch die Hausherren kaum Torgefahr aus.
So entschied das ungestüme Einsteigen von Jonathan Scherzer das Spiel. Der 25-Jährige foulte Reinhold Ranftl im Strafraum. Wiesinger verwandelte den Elfmeter mit einem satten Schuss in die linke Ecke.