Welt

Lauterbach: "Keine volle Freiheit für diese Menschen"

Karl Lauterbach hält nichts von einem "Freedom Day". Für einige Bürgerinnen und Bürger wird es nach Wegfall der Maßnahmen keine volle Freiheit geben. 
Tobias Kurakin
17.02.2022, 11:46

Österreich und auch Deutschland haben sich am Mittwoch zu groß-angelegten Öffnungsschritten durchgerungen. Beide Länder geben im März nahezu alle Corona-Maßnahmen auf und folgen damit dem Vorbild anderer europäischer Länder, die diesen Schritt bereits früher gesetzt haben. Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach drückt jedoch dennoch auf die Bremse. 

"Freedom Day" für Lauterbach ein Unwort 

Im Interview bei der deutschen Starjournalisten Sandra Meischberger äußerte sich Lauterbach zu den beschlossenen Öffnungsschritten, die bei Österreichs nördlichen Nachbarn am 20. März in Kraft treten. Von der Betitelung "Freedom Day" hält der SPD-Politiker jedenfalls nichts. Ob die Pläne tatsächlich umgesetzt werden, würden ohnehin erst die nächsten Wochen zeigen. 

Lauterbach meinte zudem, dass es auch über den 20. März hinaus Menschen geben werde, die noch gefährdet seien und nur schwer zu beschützen sind, auch nicht durch die Impfung. Für diese Menschen sowie für ältere Menschen bei denen die Impfung nicht so gut wirkt, werde es nie eine volle Freiheit geben.  

"Die Welt wird auch nach dem 20. März nicht so sein wie vor der Pandemie. Wir haben eine zusätzliche Krankheit die nicht mehr weg geht, die ansteckender und tödlicher ist als die Grippe", sagte Lauterbach. Das Coronavirus sei demnach auch in Zukunft eine Gefahr für die Bevölkerung insbesondere in der Kombination mit der Grippe. 

Der Begriff "Freedom Day" sei demnach falsch. Da dieser, laut Lauterbach, suggerieren würde, dass es wieder zum Status von vor der Pandemie kommen würde. Das dürfte jedoch nicht der Fall sein. Das Virus bleibt der Menschheit demnach erhalten. Fakt ist dennoch: die Pandemie wird enden, das Virus nicht. 

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