Lawine in Südtirol fordert mindestens 6 Tote

Bei einem Lawinenabgang im Ahrntal in Südtirol wurden am Samstag mindestens sechs Menschen getötet. Bei den Toten handelt es sich um einen Österreicher und fünf Südtiroler. Eine weitere Österreicherin wurde verletzt ins Spital in Bruneck eingeliefert. Mehrere Skifahrer konnten sich selbst aus den Schneemassen befreien. Die Suche nach Vermissten dauert noch an.

Bei einem Lawinenabgang im Ahrntal in Südtirol wurden am Samstag sechs Menschen getötet, eine Frau wurde verletzt. Bei den Toten handelt es sich um einen Österreicher und fünf Südtiroler. Bei dem Österreicher handelt es sich laut Südtiroler Medien um den Chef der Tiroler Wirtschaftskammer, Horst Wallner.

Die Lawine hatte sich am Vormittag gelöst und 15 Menschen unter sich begraben. Für sechs von ihnen kam jede Hilfe zu spät, die konnten nur mehr tot geborgen werden. Unter den Toten befand sich auch der Chef der Tiroler Wirtschaftskammer, Horst Wallner, aus Neustift im Stubaital. Die übrigen fünf stammen aus dem Südtiroler Pustertal.

Acht Verschüttete konnten sich aus eigener Kraft aus den Schneemassen befreien. Die Einsatzkräfte fanden eine weitere Tirolerin, sie wurde verletzt ins Spital gebracht. Die Skitourengeher waren laut Behörden erfahren und gut ausgerüstet. 

Monster-Lawine ging auf 3.200 Metern ab

Eine wahre Riesen-Lawine verschüttete die Gruppe. Die Schneemassen bedeckten eine Breite von 150 Metern. Die Lawine erstreckte sich über 700 Höhenmeter. Die Rettungsarbeiten gestalteten besonders schwierig, denn die Lawine ging auf einer Höhe von rund 3.200 Metern ab. Zahlreiche Bergrettungen sowie Feuerwehr und Carabinieri suchten am Samstag noch nach möglichen weiteren Verschütteten. Auch Lawinensuchhunde waren im Einsatz. Eine besondere Herausforderung war die Rettungsaktion für die eingesetzten Hubschrauber. Dadurch, dass der Einsatz so hochgelegen war, konnten die Helikopter nur mit einem Mindestmaß an Benzin im Tank fliegen. 

Zunächst nur "mäßige" Lawi

Am Samstag galt in Südtirol zunächst nur Lawinenwarnstufe 2 der fünfstufigen Skala, also "mäßig". Im Laufe des Tages erhöhte sich das Lawinenrisiko allerdings beträchtlich. Insbesondere die Gefahr von spontanen Lawinen besonders im südexponierten Gelände sei angestiegen, hieß es auf der Internetseite des Warndienstes. Genau so eine spontane Lawine wurde den sechs Verschütteten zum Verhängnis.

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