90 Prozent ersticken. Während des Lawinenabgangs wird Schnee in Mund und Nase gepresst. Zudem drückt Verschütteten eine zentnerschwere Last auf Brustkorb und Lunge.
Unterkühlung spielt erst eine Rolle, wenn jemand schon länger unter den Schneemassen begraben ist. Die Kerntemperatur des Körpers sinkt in der Stunde um zirka drei Grad Celsius. Vorsicht hat daher höchste Priorität am Berg. "Lawinen-Verschütteten-Suchgerät, Sonde und Schaufel sowie die Erste-Hilfe-Ausrüstung sind abseits gesicherter Pisten im freien Gelände immer mitzuführen", sagt Franz Lindenberg, Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes.
Und: Alle Mitglieder einer Skitouren-Gruppe sollten für den Notfall geschult sein. Ab Lawinenwarnstufe drei ist die Schneedecke an vielen Steilhängen mäßig bis schwach verfestigt. Man sollte Hänge meiden, die steiler als 35 Grad sind. Lawinenkundiges Beurteilungsvermögen und richtiges Verhalten sind erforderlich. Dazu gehören das laufende Bewerten der Verhältnisse am Berg, das Orten sicherer Geländepunkte sowie das richtige Verhalten der Gruppe.