Lawinen-Drama: Zwei Reanimationen scheiterten

Am Dachstein kamen fünf Wanderer ums Leben. Für drei von ihnen kam jede Hilfe zu spät, zwei versuchte der Notarzt noch vor Ort zu reanimieren – ohne Erfolg. Auch sie verstarben.

Viel ist derzeit noch nicht bekannt, von jenen fünf Personen, die Sonntagvormittag am Dachstein ums Leben kamen. Bekannt ist, dass es sich um eine Gruppe Schneeschuhwanderer handelt.

Laut Polizei hatten sie die Nacht zuvor auf der Seethalerhütte übernachtet, waren gegen 8 Uhr von dort aus zur Wanderung aufgebrochen. Dabei wurde die fünfköpfige Gruppe von einer Lawine verschüttet, konnte nur mehr tot vom Berg geholt werden. Wir berichteten.

Mittlerweile ist bekannt, dass es sich bei den Toten um drei Frauen (27, 30 und 37 Jahre alt) und zwei Männer (28 und 46 Jahre alt), aus Tschechien, handelt. Laut Bergrettung Oberösterreich war die Gruppe zwar gut ausgerüstet, hatte allerdings kein Lawinenverschüttetensuchgerät dabei.

Drei Opfer von Suchhunden gefunden

Sechs Einsatzhubschrauber und Helfer aus Oberösterreich, der Steiermark und Salzburg waren im Einsatz. Drei der Opfer wurden nach etwa zwei Stunden von Suchhunden aufgespürt, zwei weitere per Lawinensonde geortet.

Besonders tragisch: während für drei Wanderer jede Hilfe zu spät kam – sie wurden tot aufgefunden – bestand für zwei Verschüttete noch eine letzte Chance sie wieder zurück ins Leben zu holen. Der Notarzt versuchte sie noch zu reanimieren. Doch die Versuche scheiterten. Auch sie mussten tot vom Berg geholt werden.

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Ramsau am DachsteinGood NewsOberösterreichInstitut für Schnee- und Lawinenforschung

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